»Gänsehaut«: Invasion der Biker

 
+ »Unser Lieblingseisladen« + Zerkarien: Badespaß mit Juckreiz + Sorgenkind U-Bahnhof Sternschanze + 48h Wilhelmsburg: Eine Insel wird zur Bühne + Stephanusgarten: Eimsbüttels Garten Eden +
 

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Machen Sie das Eisfach voll! In den nächsten Tagen bleibt es heiß. 30 Grad am Freitag, 30 Grad am Samstag und – ja – 30 Grad am Sonntag werden erwartet. Wer sich schon jetzt dampfend hinter heruntergelassenen Jalousien das Wochenende verbringen sieht, mehr Omelett als Mensch, der sei beruhigt. Eine Abkühlung zwischendurch in Form von Regenschauern könnte drin sein. Bis Sonntag nimmt die Wahrscheinlichkeit zu, einen Guss von oben abzubekommen. Auch Gewitter sind möglich.
   
 
Guten Morgen,
 
Mark Spörrle
 
eine kleine Erinnerung für alle, die noch bei unserem großen Eis-Battle mitmachen wollen: Noch bis zum kommenden Montag kann man einen kreativen, maximal 30-sekündigen Film an elbvertiefung@zeit.de mailen. Beim Wettbewerb »Unser Lieblingseisladen« dürfen Kinder ab der vierten Klasse mitmachen, es muss aber nicht unbedingt eine ganze Klasse sein: Zugelassen sind Gruppen von mindestens fünf Kindern. Und weil eine sehr junge Stimme am Telefon fragte, ob der Clip auch lustig sein dürfe, vielleicht »sogar quatschig«: Natürlich, Hauptsache, es passt zum Thema. So, jetzt bitte weitermachen mit dem Dreh...

 


»Gänsehaut«: Invasion der Biker

Am Sonntag wird in Hamburg wieder um die Wette geknattert: Die Nordkirche lädt zum 35. Mal ein zu Europas größtem Motorrad-Gottesdienst unter dem Motto »35 Jahre Gänsehaut« in der Hauptkirche St. Michaelis. 30.000 Biker werden erwartet. Seit November 2014 ist Lars Lemke MoGo-Pastor der Biker-Gemeinde – durch Zufall, weil damals sein Projekt der »Familienkirche« in Lübeck auslief, die Stelle vakant war und weil er selbst Motorrad fährt. Wir haben mit ihm darüber gesprochen, was da auf die Hamburger zurollt.
 
Elbvertiefung: Herr Lemke, haben Sie als Motorrad-Gottesdienst-Pastor schon die Lärmschutzkopfhörer bereitgelegt?
Lemke: Die brauche ich doch gar nicht. Unsere Besucher verhalten sich wahnsinnig rücksichtsvoll. Sie trudeln nach und nach auf ihren Motorrädern ein, stellen den Motor aus, und zum Gottesdienst ist Ruhe. Na ja, und die Livemusik von der Bühne darf ja gern mal ein bisschen lauter sein.
 
EV: Das sagen Sie so. Viele Hamburger sind bereits genervt, wenn Sie nur das Wort Motorrad im Zusammenhang mit Veranstaltung hören, und denken mit Grauen an ohrenbetäubende Knattergeräusche und dicke Luft ...
Lemke: Wir sind nicht die Harley Days, obwohl wir gerne mit denen verwechselt werden. Bei uns reisen die Motorradfahrer nicht Tage vorher an, fahren in der Stadt hin und her und nerven Anwohner. Auf unserer Veranstaltung gibt es kein Imponiergehabe und Aufmerksamkeitsgeheische – die Leute kommen, um an einem Gottesdienst teilzunehmen. Und das merkt man auch.
 
EV: 30.000 Biker die danach im Konvoi durch die Stadt zur Anschlussfeier fahren, merkt man dann aber doch ...
Lemke: Es starten aber nicht alle gleichzeitig, wir achten darauf, dass in Blöcken losgefahren wird. Und da sitzt auch keiner eine halbe Stunde mit laufendem Motor zur Abfahrt bereit und wartet, bis es losgeht. Unserer Erfahrung nach ist diese Staffelung ein gutes Mittel, die Belastung möglichst gering zu halten.
 
EV: Die Hamburger werden also eigentlich gar nichts zu meckern haben?
Lemke: Die Beschwerden rühren eher aus einer grundsätzlichen Verärgerung von Anwohnern her, die ständig eine Großveranstaltung vorm Haus haben. Ja, natürlich ist auch bei uns einmal eine Maschine mit einem kernigeren, tieferen Sound dabei.
 
EV: Rufen Sie in Ihrer Predigt denn auch die Fahrer dazu auf, im Konvoi Ruhe zu bewahren und nicht unnötig Zwischengas zu geben?
Lemke: Das ist gar nicht nötig. Der Motorrad-Gottesdienst ist eine kirchliche Veranstaltung und kein reines Motorradtreffen oder gar eine Rennveranstaltung. Bei uns gibt es auch keine Randale, keine Zerstörung, keine Schlägereien. Die Fragen, wie verhalten wir uns im Verkehr, vor anderen und vor Gott, gehören aber natürlich zur Predigt, schließlich gedenken wir im Gottesdienst auch der Verunglückten. 
 
EV: Ist Ihre Ansprache vor der Motorrad-Meute insgesamt eine andere, als Sie sie vor normalem Gottesdienst-Publikum halten würden?
Lemke: Sie ist schon ein wenig derber. Da zeigt man klare Kante und versucht nicht, es allen recht zu machen. Das ist eine Offenheit, die man von den Bikern lernen kann. Das fängt damit an, dass geduzt wird. Ansonsten findet beim MoGo in ganz groben Zügen aber das statt, was man von normalen evangelischen Gottesdiensten kennt. Der Ablauf ist allerdings verkürzt. Und es wird neben Orgeltönen auch Rockmusik gespielt.
 
EV: Muss man selbst Motorradfahrer sein, um als Pastor beim MoGo den richtigen Ton zu  treffen?
Lemke: Ich selbst fahre seit 35 Jahren Motorrad, ja. Aber ob ich immer den richtigen Ton treffe, das weiß ich nicht. Worauf wir – ich werde von sechs Ehrenamtlichen unterstützt – aber stolz sein können: Für den letzten Mogo haben wir den Gottesdienstpreis der Karl-Bernhard-Ritter-Stiftung gewonnen.
 
Im Zuge des Biker-Gottesdienstes wird ab 9 Uhr die Ludwig-Ehrhard-Straße zwischen Rödingsmarkt und Holstenwall gesperrt. Der Holstenwall wird bei Bedarf zum Parkplatz. Der Konvoi zur Schlussveranstaltung in Richtung Buchholz startet um 14 Uhr.
 
   
   
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Zerkarien: Badespaß mit Juckreiz

Irgendwas ist immer. Jetzt stimmt schon mal das Wetter, und wir unterkühlten Nordlichter kommen in den Genuss, von den mediterranen Temperaturen richtig aufgeheizt zu werden, da wird einem die Abkühlung gleich vergällt. Stichwort: Zerkarien. Das sind Larven von kleinen Saugwürmern, die sich in Badegewässern tummeln und fiesen Hautausschlag verursachen. Badende im Stadtparksee hatten diese Woche bereits das juckende Vergnügen, aber auch in anderen Naturseen steigt mit der Wassertemperatur die Möglichkeit, beim Planschen befallen zu werden. »Ab 20 Grad Wassertemperatur geht das los, in erster Linie dort, wo es viele Wasserpflanzen, Wasservögel und Wasserschnecken gibt«, weiß Stefanie Schäfermeyer-Gomm von der Abteilung Wasserwirtschaft der Hamburger Umweltbehörde. Derjenige, mit dem die Larven ungefragt Körperkontakt aufgenommen haben, kann sich auf Juckreiz freuen. Denn dort, wo die Zerkarien angedockt haben (sie bleiben in der Hautoberfläche stecken, sterben dort ab), bilden sich rote Stellen, später Quaddeln. Diese sogenannte Badedermitis ist zwar in der Regel ungefährlich, kann aber auch zu Fieber und zu Schockzuständen führen. »Am besten direkt nach dem Wassergang die Badebekleidung ausziehen und kräftig mit dem Handtuch abrubbeln«, empfiehlt Schäfermeyer-Gomm. So kann man sich der fiesen Biester durch mechanische Reibung entledigen – und eventuell (»Sorry, diese verdammten Zerkarien. Ob du mir mal den Rücken abrubbeln könntest...?«) sogar nette neue Leute kennenlernen. Duschen allein (also im Sinne von »nur«), bringe da nichts, erklärt Schäfermeyer-Gomm. Und auch hier gelte: Keine Wasservögel füttern; die seien oftmals Endwirt der Larven und würden durch Fütterung zusätzlich angelockt. Wem es jetzt schon beim bloßen Lesen juckt, dem bleibt natürlich noch das gechlorte Freibadwasser. Oder, noch sicherer: das mit Eiswürfeln gefüllte Planschbecken auf dem Balkon...

 


Sorgenkind U-Bahnhof Sternschanze

Dass der barrierefreie Umbau des U-Bahnhofs Sternschanze mit seiner alten Bausubstanz, den niedrigen Decken und engen Bahnsteigen der Hochbahn Kopfzerbrechen bereitet, ist nicht neu. Wo dort in Zukunft ein Fahrstuhl Platz finden soll, weiß bislang keiner – der Platz ist rar. Eine fixe Lösung des Problems ist nicht in Sicht. NDR 90,3 berichtete zwar, dass die Prüfungen eines Bahnhofneubaus konkreter seien als bisher bekannt, ein um hundert Meter verschobener Ersatzbahnhof eine Alternative sei, aber Constanze Dinse von der Hochbahn entkräftet dies. Es stimme, dass es nur zwei Optionen gebe, Umbau oder Neubau, aber noch keine stichhaltigen Pläne. Und bis dahin könne es noch dauern. »Wir robben uns so langsam ran an den barrierefreien Ausbau; die einfacheren Umbauten mit überschaubaren Ausmaßen machen wir zuerst«, sagt Dinse. »Bei der Sternschanze haben wir eine ordentliche Mammutaufgabe. Die wird wohl zu denen gehören, die mit als letztes drankommen«, sagt sie. Denn nicht nur der Umbau der Sternschanze zeigt sich problematisch. »An den Ringbahn-Stationen Rathaus oder der Mönckebergstraße ist es nicht anders«, sagt sie. Auch dort gebe es wenige Ausweichmöglichkeiten. Wie lange es dauern wird, bis auch der letzte Hamburger Bahnhof barrierefrei ist, ist weiterhin nicht absehbar. Sollte es am Ende jedoch tatsächlich ein Neubau an der Sternschanze werden, muss man kein Mathematiker sein, um zu erahnen, dass es in diesem Jahrzehnt damit nichts mehr werden wird.
 
 


Stephanusgarten: Eimsbüttels grünes Paradies

Rosmarin sprießt neben Salbei, Radieschen röten sich in der Sonne. Unter Johannisbeersträuchern mampfen Kleinkinder, während ihre Eltern mit Nachbarn Äpfel pflücken. Was klingt wie Dorfidylle, ist dabei, mitten in Eimsbüttel Wirklichkeit zu werden: Die Initiative Stephanusgarten will ein grünes Fleckchen von und für Nachbarn schaffen. Bänke und Blumen gibt es bereits, diesen Samstag nun bauen die Urban Gardener ein Hochbeet, pflanzen mediterrane Kräuter und Gemüse. Auf dem Plan steht außerdem Sommerobst. »Eine Naschecke am Rand des Spielplatzes«, so Initiatorin Christine Stecker, Stachelbeeren, Johannis- und Himbeeren, ein Apfelbaum. 60 Mitglieder hat die Gruppe auf der Online-Plattform nebenan.de bereits. »Jede Woche gärtnern, das machen aber nur zwölf«, räumt Stecker ein. Sie hofft, in ferner Zukunft mit den angebauten Pflanzen gar für alle kochen zu können. Was voraussetzt, dass die Beete gedeihen – und niemand sie plündert. »Wenn jemand mal eine Möhre rauszieht, sagen wir nichts«, so Christine Stecker. Schließlich sei der Garten ausdrücklich offen für alle. »Aber alles abzuernten – das wäre natürlich schade.« Es geht hier also um die Idee des Gemeinsamen – und um das Prinzip Verantwortung. Im September ist ein großes Einweihungsfest geplant.
Stephanusgarten, Lutterothstraße, Sa ab 10 Uhr
 
   
   
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48h Wilhelmsburg: Eine Insel wird zur Bühne

Gehören Sie zu denen, die immer mal wieder hören, dass Wilhelmsburg »ja echt schön sein soll«, aber aus unerfindlichen Gründen doch noch nie da waren? Nun, an diesem Wochenende gelten keine Ausreden mehr: Ab aufs Rad, so weit ist der Weg über die Elbe wirklich nicht! Beim Musikfestival »48h Wilhelmsburg« wird die ganze Elbinsel zur Bühne – genauer: 163 Acts spielen an 61 Orten, in Cafés, Kneipen, Kleingärten, in der Stadtentwicklungsbehörde oder in privaten Wohnzimmern. »Listen to your neighbourhood«, lautet das Motto, Projektleiterin Katja Scheer fasst die Idee so zusammen: »Wir wollen Menschen zusammenbringen, die einander im Alltag nicht begegnen, und so die Stadtteilkultur in Wilhelmsburg und auf der Veddel stärken.« 

All das mit Musik – denn die sei eine Sprache, »die jeder versteht«. Und nicht nur die Bewohner haben etwas von den Konzerten vor der eigenen Haustür: »Beim Festival können Musiker Kontakte knüpfen, manchmal bedeutet das einen echten Karriereanschub: Die Folksängerin Derya Yildirim hat ihr erstes Konzert zum Beispiel bei 48h gespielt, inzwischen tourt sie mit ihrer Band durch ganz Europa«, so Scheer.

Und wie hat sich die lokale Musikszene seit dem Beginn von 48h vor zehn Jahren verändert? »Es gibt zwar noch einige kulturelle Hotspots wie zum Beispiel die Honigfabrik und den Musikclub Turtur im Reiherstiegviertel, das Café Nova auf der Veddel und natürlich das Dockville-Festival im Sommer«, sagt Scheer. Doch Proberäume seien rar und teuer geworden, wer eine Band habe, probe meist in Privaträumen. »Es wäre schön, wenn es mehr erschwingliche Räume und Auftrittsmöglichkeiten für Bands gäbe.«
 
Das ganze Festivalprogramm und eine Karte mit allen Veranstaltungsorten finden Sie hier.

Und Katja Scheer hat schon mal drei Tipps für Sie:  

1.  Beim Eröffnungskonzert gibt es als Vorgeschmack aufs Wochenende eine bunte Mischung aus Balkan-Pop, Hip-Hop und Stoner-Rock zu hören (Freitag, 18 Uhr, Vorplatz Gemeindehaus St. Raphael, Jungnickelstraße 21)

2.  Beim Schallplattentalk durchstöbert DJ Booty Carrell die Plattenkiste und diskutiert mit Gästen über die türkische Musikkultur, die mit den Gastarbeitern Einzug ins Viertel fand (Samstag, 15.30 Uhr, Haus der Jugend, Rotenhäuser Damm 58)

3.  In der Klangwerkstatt lernen Kinder, aus vermeintlichen Abfällen Instrumente zu basteln und darauf zu spielen (Sonntag, 10.30 Uhr, Schlenzigstraße 10)


 


Korrektur

Vorgestern hat sich in unseren Vorbericht zur Veranstaltung »Literatur in den Häusern der Stadt« ein Fehler eingeschlichen. Natürlich hätte es statt »...und nur die feine Gesellschaft darf mitmachen« heißen müssen: »...und nicht nur die feine Gesellschaft darf mitmachen«. Haben Sie also bisher gezögert und über die Definition »feine Gesellschaft« sowie Ihre eventuelle Zugehörigkeit dazu sinniert: Lassen Sie sich davon nun keinesfalls mehr abhalten. Hier ist noch mal das Programm.
   
   
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Lesevertiefung
 
 
Drei Buchempfehlungen fürs Wochenende...

Roman Celeste Ng beginnt ihren Roman mit dem Ende der Geschichte: Mia und Pearl verlassen das geordnete Leben der Vorstadt Shaker Heights, und Izzy zündet das Haus ihrer Familie an ... Ein Buch über Mütter und Töchter – äußerst spannend und vielschichtig erzählt!
Celeste Ng: Kleine Feuer überall, aus dem Amerikanischen von Brigitte Jakobeit, dtv, 22 Euro
 
Sachbuch
Vuillard erzählt stilistisch herausragend in kurzen, teilweise erfundenen, pointierten Szenen den Weg Deutschlands von der Machtübernahme der Nazis bis zum »Anschluss« Österreichs 1938. Erzählung, Sachbuch und Essay zugleich – ausgezeichnet mit dem Prix Goncourt.
Éric Vuillard: Die Tagesordnung, aus dem Französischen von Nicola Denis, Matthes und Seitz, 18 Euro
 
Kinder
Nachdem Finn, Zoe und Henry im ersten Band der Reihe ein Mammut gerettet haben, bekommen sie jetzt Besuch von einem Faultier, das plötzlich an der Deckenlampe hängt. Das Tollste: Faultier Fred kann sprechen! Ein großer Lesespaß für die ganze Familie!
Knut Krüger: Nur mal schnell das Faultier wecken, dtv, 12,95 Euro, ab 8 Jahren
 
… ausgewählt von Kirstin Buhre; Sachsentor Buchhandlung, Bergedorf
   
   
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Was geht
 
 
 
»Wilde Katzenmusik: Die kleinste Big Band der Welt mag Vinyl, Vintage und Wildnis. Entsprechend heißt das neue Album von Marina and the Kats: »Wild«. Darauf schwingt der Sound der Juke Joints und Ballrooms, Gypsygitarren schlendern und hüpfen neben Melodien. »Swingt«, buchstäblich.
Kulturkirche Altona, Bei der Johanniskirche 22, 19.30 Uhr, 18 Euro
»Grüne Kunst: Die Luft ist dreckig, das Wasser knapp, der Wald abgeholzt. Vom Menschen verursachte Umweltprobleme gehen alle an, sagen die Künstler der Ausstellung [escape]. Sie hinterfragen ihre eigene Praxis, treiben die Diskussion über Kultur, Nachhaltigkeit und Ökologie voran. Projekt im Rahmen der »Triennale der Photographie Hamburg«.
Museum für Völkerkunde, Rothenbaumchaussee 64, Ausstellung bis zum 17.6.
 
   
   
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Was kommt
 
 
 
»Barmbeks Bilder: »Irgendwas tat sich um mich herum. Nach und nach ging mir auf, dass das Viertel von Stadtplanern und Investoren aus seinem Dornröschenschlaf geweckt wurde«, beschreibt Fotografin Gretje Treiber ihren Impuls zur Ausstellung »Hamburg Barmbek Nord«. Zu sehen sind Bilder, die der Frage nachgehen, was aus der Heimat, der Erinnerung an sie geworden ist. Schau im Rahmen der »Triennale der Photographie Hamburg«.
Farblabor Herrrose, Langenfelder Straße 45, Eröffnung: Sa, 18 Uhr; Ausstellung bis zum 17.6., täglich 12–18 Uhr; Kuratorinnenführung: 11.6., 18 Uhr; Podiumsdiskussion »Die Zukunft der analogen Fotografie«: 11.6., 19 Uhr
»Park-Tag: Gondeln, Bogenschützen, Picknickkörbe – die kleinste Burg an der Alster feiert den »Tag im Park«. Im venezianischen Gefährt schippern Gäste über den Schleusensee, während Wildkinder mit Pfeil und Bogen hantieren. Nach Voranmeldung gibt es Körbe voller Leckereien und Führungen durch das historische Schlösschen.
Burg Henneberg, Sa, Voranmeldung unter reservierung@burg-henneberg.de; Gondelfahrten 10–12 und 13–15 Uhr; Picknick 11–14 Uhr, 30 Euro; Führungen 10, 12, 14, 15 Uhr
»Eppendorfs Idylle: Wer am Wochenende Zuflucht vorm traditionellen Sonntagsgottesdienst der Motorradfreunde sucht, findet Ruhe im Grünen. Beim Rundgang »Eppendorf und seine Parks – Geschichte und Gegenwart« steht der Hayns Park im Vordergrund: Mit seinem direkten Zugang zur Alster ist er bis heute eine »Eppendorfer Idylle«, in der schon Namensgeber Senator Max Theodor Hayn (1809–1888) dem Treiben der Stadt zu entkommen wusste.
Treffpunkt Eppendorfer Landstraße 164, So, 16–17.30 Uhr, 6 Euro
 
 
 
 
 
   
   
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Hamburger Schnack
 
 
Eine Frau sitzt im Café. Auf dem Tisch liegen mehrere WM-Magazine, in einem blättert sie. Die junge Kellnerin sieht erst die Frau an, dann die Hefte: »Wie ich sehe, warten Sie noch auf Ihre Begleitung. Möchten Sie trotzdem schon etwas bestellen?« Sie erwarte keine Gesellschaft, erwidert die Frau. Die Kellnerin zeigt sich sichtlich irritiert, hakt nach: »Oh, entschuldigen Sie, dann haben Sie wohl eine Wette verloren?!«

Gehört von Manuel Leger
   
   
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Meine Stadt: So gesehen (5)
 
 
 
 
»Amélie konnte sich ein Lächeln über den blöden Gesichtsausdruck ihres eben noch blasiert vor ihr her reitenden Gatten nur schwer verkneifen, nachdem der so albern klingende Verkleinerungszauberspruch ›reductionem statim hominem‹ aus dem letzten ›Harry Potter‹-Band, den sie eigentlich nur leise vor sich hin murmelte, nun tatsächlich funktioniert hatte.«
Interpretiert von Jens Jeep


Pierre-Auguste Renoir Morgendlicher Ausritt im Bois de Boulogne, 1873 ©Hamburger Kunsthalle/bpk, zu sehen in der Sammlung der Hamburger Kunsthalle im Bereich Kunst des 19. Jahrhunderts
 
Foto: Elke Walford
 

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Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag. Am Montag lesen wir uns wieder, wenn Sie mögen!
 
Ihr
Mark Spörrle
 
 
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