Die Alsterfontäne sprudelt weiter

 
+ Der Dreck anderer + Dürreopfer Fischbeker Heide + 8 Euro Kaltmiete + Nutella und Orang-Utans + IS-Heimkehrer verurteilt +
 
 
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Sonne und Wolken rangeln mal wieder um die Vorherrschaft am Firmament. Es bleibt wechselhaft, mit kleinen Vorteilen für die Sonne, bei bis zu 25 Grad. Ein bisschen Regen könnte trotzdem aus den Wolken tropfen.
   
 
Guten Morgen,
 
Sigrid Neudecker / Foto: Gretje Treiber
 
vor einiger Zeit hatte ich Sie gefragt, wie Sie es hinkriegen, Ihre Mitmenschen freundlich auf mülltechnisches Fehlverhalten hinzuweisen, ohne sich selbst als Blockwart zu fühlen. Einige von Ihnen erzählten uns daraufhin von durchaus kreativen Ideen, wie Herr D., der seinem Nachbarn so lange die nicht zusammengefalteten Amazon-Kartons vor die Wohnungstür stellte, bis der endlich begriff, dass er die Haus-Papiertonne nicht mehr mit verpackter Luft verstopfen möge. »Seitdem grüßt er nicht mehr«, schreibt Herr D. »Das wiederum geht uns am Allerwertesten vorbei.«
 
Frau B. trägt den Dreck, den andere fallen lassen, einfach zum nächsten Mülleimer. »Im Ernst«, schreibt sie, »die beste Variante ist es, den Müll einfach unter den Augen des Verursachers aufzuheben. Ohne Häme, ohne Spruch, einfach, weil man es eh machen würde.«
 
Was mich an die Erzieherin aus der Kita nebenan erinnert, die vor einigen Monaten mit ihren Schützlingen eine Art Schatzjagd veranstaltete, mit dem kleinen Unterschied, dass die Schätze auf der Straße liegender Abfall waren. Die Kleinen waren dermaßen motiviert, dass sie über jeden entdeckten Zigarettenstummel so laut jubelten, wie man das eigentlich nur von der Ostereiersuche kennt. Bis heute ärgere ich mich, die Frau nicht gefragt zu haben, wie sie die Kinder so aufgestachelt bekam. Vielleicht hätte sie ja auch eine Taktik für Erwachsene gehabt.
 
Alle Nichtmütter wissen: Es kostet Überwindung, den Dreck anderer wegzumachen, vor allem, wenn man dafür nicht bezahlt wird. Die Naturschutzjugend Hamburg macht demnächst ein ganzes Wochenendprojekt daraus. Vom 14. bis zum 16. September lädt sie zum »Coastal Cleanup Camp« mit Workshops, Vorträgen und »Müllsammeln an der Elbe«. Dort räumt sie anderer Leute Dreck weg, leider vermutlich nicht unter den Augen des Verursachers. Der könnte aber, wie Sie im Interview mit dem Meeresbiologen Robert Marc Lehmann etwas weiter unten lesen werden, ohnehin weit entfernt sein. Was Lehmann auf den Stränden dieser Welt findet, wurde teilweise von weit her angeschwemmt. Oder angeweht – siehe Hochzeitsballons.
 
10 Millionen Tonnen Plastikmüll landen laut Lehmann pro Jahr im Meer, allein in den USA würden 500 Millionen Plastikstrohhalme pro Tag verwendet. Pro Tag!
 
Ich gehe jetzt nach nebenan und frage nach der Kita-Erzieherin. Sie muss eine sehr weise Frau sein.
(Fast so weise wie Mark Spörrle, der Sie morgen gut erholt wieder hier begrüßt.)
 

Die Alsterfontäne bleibt
 
Zumindest eines steht fest: Die Alsterfontäne wird weitersprudeln! Wem dies zu welchem Anteil zu verdanken ist, bleibt vorerst jedoch unklar. Nachdem Hamburg Wasser den Vertrag als Hauptsponsor zum Ende des Jahres gekündigt hatte, sah es um den Fortbestand des Hamburger Wahrzeichens schlecht aus. Die Stiftung Binnenalster, seit mehr als 25 Jahren für den Betrieb zuständig, hätte die Kosten allein nicht mehr wuppen können und wandte sich daher schon im Mai an die Stadt um Hilfe. Zwischen 90.000 und 120.000 Euro Betriebskosten verschlingt das Postkartenmotiv nach Angaben der Stiftung jährlich, 60.000 Euro davon hat sie bisher aus Sponsorengeldern finanziert, den Rest hat Hamburg Wasser übernommen. Jetzt bleibt alles – anders. Laut einem neuen Finanzkonzept will Hamburg Wasser nach Angaben des »Hamburger Abendblatts« doch wieder 30.000 Euro jährlich zuschießen, gefolgt von Hamburg Energie mit 5000 Euro. Der Rest soll von der Stadt kommen. Bestätigen will diese Zahlen jedoch niemand. Den Betrieb soll fortan Hamburg Wasser übernehmen. Dass das Unternehmen nun doch weiterhin im Boot ist, erklärt Sprecher Ole Braukmann damit, dass nun eine »langfristig tragfähige Lösung unter angemessener Beteiligung der Stadt« gefunden worden sei. Zuvor war das Schicksal der Fontäne von Jahr zu Jahr neu verhandelt worden. Wer von alledem erst aus der Zeitung erfahren hat, ist die Stiftung Binnenalster selbst, was deren Vorstand Manhard Gerber zurückhaltend als »ungewöhnlichen Vorgang« bezeichnet. Auch wenn er sich freut, dass die Stadt nun selbst Kosten übernehmen möchte, fragt er sich, wie alles weitergehen soll. Denn: Die Pumpe der Fontäne ist Stiftungseigentum. Ob die Stadt sie übernimmt, weiß er nicht. Ebensowenig, ob Blohm + Voss die Anlage weiterhin kostenlos warten wird. Oder ob die zwölf Alstersponsoren, die den Erhalt der Fontäne mit je 5000 Euro jährlich sicherten, in Zukunft noch gebraucht werden. »Die Fontäne ist aus dem Stadtbild nicht wegzudenken«, sagt er. Deswegen gehe er davon aus, dass die Stadt auf die Stiftung zukomme.
 
   
   
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Kein Heidesommer: Lila Farbenpracht bleibt aus
 
Seit Anfang August sollte die Heide eigentlich in voller Blüte stehen. Sollte, denn derzeit sieht es aufgrund der monatelangen Dürre mit der Farbenpracht im Naturschutzgebiet Fischbeker Heide eher mau aus. »Wir werden dieses Jahr sicherlich keine wunderschöne flächendeckende Heideblüte bekommen«, sagt Frederik Landwehr von der Loki-Schmidt-Stiftung. Obwohl das Heidekraut die Trockenheit eigentlich gut vertrage, war es in diesem Jahr doch zu viel für die Pflanzen. »Vereinzelt sind ein paar Blüten dazwischen. Aber selbst die sehen teilweise etwas verwelkt aus«, sagt Landwehr. Grund zur Sorge gebe es aber nicht, blütenschwächere Jahre kämen immer wieder vor. Wenn nicht der Jahrhundertsommer schuld sei, dann der Heideblattkäfer. »Die optische Attraktivität ist dieses Jahr gemindert, der ökologische Wert aber nicht«, sagt Landwehr. Ein einzelner extremer Sommer sei für die Pflanzen nicht so schlimm, davon gingen sie nicht ein. Die Heide werde zwar schnell aufs Blühen beschränkt, aber entdecken könne man in der Landschaft zu jeder Zeit etwas. Dennoch hofft Landwehr »berufsoptimistisch« in der Zukunft wieder auf den »typischen verregneten Hamburg-Sommer«. Denn stärker als den Pflanzen mache die Dürre den Tieren zu schaffen, viele Gewässer im Naturschutzgebiet seien ausgetrocknet. Auch die Schäferin könne nicht so beweiden wie sonst. Und wo die Tiere nicht hinterherkommen, da müssen menschliche Hände ran. Denn damit die 250 Hektar Heidefläche im Fischbektal bewahrt und nicht etwa zu Wald werden, muss entkusselt werden, was bedeutet, dass vor allem junge Kieferntriebe entfernt werden – damit die Heide nächstes Jahr hoffentlich wieder flächendeckend lila sein kann.
 
Wer einmal abseits der Wege das Naturschutzgebiet erkunden und dabei zum Erhalt der Heidelandschaft beitragen möchte, hat am 30. September bei der großen Entkusselungsaktion Gelegenheit dazu.
 

Wohnungen für normale Leute
 
Zugegeben, manchmal suchen auch wir im Internet nach Wohnungen irgendwo auf dem Land, deren Miete nicht die Hälfte unseres Gehalts frisst. Dabei werden jetzt in Neugraben sogar Wohnungen für – halten Sie sich fest! – acht Euro netto kalt pro Quadratmeter gebaut. Das ist deutlich weniger als die 12 bis 14 Euro, mit denen man laut aktuellem Mietspiegel rechnen muss. Mit diesem Pilotprojekt soll eine besondere Zielgruppe gefördert werden: »Familien mit durchschnittlichen Einkommen, die zu viel verdienen für geförderten Wohnraum, aber zu wenig für den frei finanzierten«, sagt Thomas Östreicher von der Stadtentwicklungsbehörde. Bei diesem Projekt werde geprüft, wie man »Kosten drücken kann, ohne dass die Qualität leidet«. Leider sind vorläufig nur zwei Häuser mit insgesamt 44 Wohnungen geplant. Ob das Projekt Vorbildwirkung haben wird, wurde von der Opposition gleich einmal bezweifelt. Der stadtentwicklungspolitische Sprecher der FDP-Bürgerschaftsfraktion Jens P. Meyer fragt sich, »ob das Vorhaben über das Modellprojekt hinaus erfolgreich am Markt bestehen kann«. Ein Investor müsse schließlich »eine angemessene Mietrendite« erwirtschaften. Rechtsanwältin Bettina Husemann, die den Bauherrn Helvetia Versicherung vertritt, sagt über dessen Pläne jedoch: »Unter den gleichen Konditionen würde er es noch mal machen.« Die zukünftigen Mieter werden sich allerdings auch nicht auf Dauer über die acht Euro freuen können. Die günstige Miete wird vertraglich für fünf Jahre festgelegt. Danach, erklärt Husemann, werde »im gesetzlich zulässigen Rahmen« erhöht.
 
   
   
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»Dümmer sind nur noch die Amerikaner«

Der Kieler Robert Marc Lehmann ist rund 300 Tage pro Jahr rund um den Globus unterwegs, um die Schönheit der Natur zu dokumentieren, aber auch, um vor den Gefahren zu warnen, die ihr drohen. Am Mittwoch hält der Meeresbiologe und Forschungstaucher einen Vortrag vor der Rindermarkthalle, in dem er vor Augen führt, welch weitreichende Auswirkungen jede unserer Kaufentscheidungen haben kann.
 
Elbvertiefung: Herr Lehmann, können Sie uns jetzt schon verraten, was unser Nutella-Konsum mit einem Orang-Utan-Waisenhaus auf Borneo zu tun hat?
Robert Marc Lehmann: In Nutella ist Palmöl enthalten, für dessen Gewinnung Regenwälder brandgerodet werden. In meinen Vorträgen erkläre ich den Leuten: Das Palmöl, das ihr hier esst, hat zur Konsequenz, dass beispielsweise auf Borneo Orang-Utans verbrennen. Ein Einkaufszettel ist auch ein Stimmzettel für oder gegen die Umwelt.
 
EV: Was sollte jeder Hamburger am dringendsten an seinem Lebensstil ändern?
Lehmann: Den Fischkonsum einschränken. Grundsätzlich weniger Fleisch essen. Und den Plastikkonsum reduzieren. Wir Deutsche sind Müll-Vizeweltmeister, wir produzieren pro Kopf pro Jahr 280 Kilogramm Müll, davon sind rund 50 Kilogramm Plastikmüll. Dümmer sind nur noch die Amerikaner. In manchen Dritte-Welt-Ländern wie Ruanda sind Plastiktüten seit Jahren verboten! Es ist total bescheuert, sich Wasser in Plastikflaschen zu kaufen. Und man muss zur Hochzeit auch nicht unbedingt 400 weiße Luftballons steigen lassen, die im Meer zur Todesfalle für Seevögel werden.
 
EV: Bei der Fischfrage kommt immer: Was kann man dann heute noch essen?
Lehmann: Meine Meinung als Meeresbiologe, die sicher nicht von allen Kollegen geteilt wird? Keinen Fisch. Die Weltmeere sind so gut wie leer. Wenn man die Fische in Ruhe lässt, wird sich der Bestand erholen. Fisch enthält mittlerweile aber auch viele Schadstoffe und Mikroplastik. Den Müll, den wir ins Meer werfen, haben wir dann auf dem Teller liegen.
 
EV: Hamburg lebt durch seinen Hafen ja auch vom Meer, was sind die gravierendsten Folgen des Schiffsverkehrs für die Weltmeere?
Lehmann: Man muss sich nur vor Augen halten, dass allein die zwölf größten Containerschiffe so viele Abgase produzieren wie alle Autos der Welt in einem Jahr zusammen. Gerade die Nordsee ist die meistbefahrene Wasserstraße der Welt. Das Meer wird mit Lärm zugeballert. Die Blauwale finden keine Partner mehr, weil sie nicht mehr miteinander kommunizieren können. Und die Kreuzfahrtindustrie wächst an allen Ecken und Enden. Wir haben hier auch geile Ecken, man muss nicht immer weit wegfahren.
 
EV: Wo sind rund um Hamburg die geilsten Ecken?
Lehmann: Die schönste Natur ist nur drei Stunden entfernt. Auf Helgoland leben meine Lieblingstiere in Deutschland, Kegelrobben, Seehunde und Basstölpel. Die kann man dort live und ohne Zäune beobachten. Das finde ich beeindruckend.
 
EV: Aber wenn jetzt alle dorthin fahren?
Lehmann: Das wäre doch schön! Dort erkennen sie dann: Ach du Scheiße, die Basstölpel hängen hier im Fischernetz und sterben, weil ich unbedingt Dorschfilet essen will. Außerdem ist der Tourismus auf Helgoland rückläufig. Die Menschen interessieren sich nicht mehr so sehr für die Natur vor der eigenen Haustür. Leider.
 
Einlass ab 19 Uhr, Beginn 20 Uhr, Eintritt frei. Bei schlechtem Wetter findet die Veranstaltung in der Rindermarkthalle statt.
 

Haftstrafe für IS-Rückkehrer

Gestern fiel vor dem Oberlandesgericht das Urteil gegen einen 29-jährigen Tschetschenen, der sich in Syrien nach Ansicht des Gerichts dem »Islamischen Staat« angeschlossen hatte. Der Mann wurde wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland zu vier Jahren und zwei Monaten Haft verurteilt. Er war im März 2014 von Bremen nach Syrien gereist. Fotos und Videos zeigten ihn in einem Militärkonvoi des IS auf dem Weg zum Kampf um die kurdische Stadt Kobane. Ob er gekämpft hat, ist unklar. Nachdem er am Bein verletzt worden war, kehrte er 2015 nach Deutschland zurück. Religiöse Verblendung schloss das Gericht aus. Der Mann sei allerdings frustriert gewesen, mochte Waffen und wollte durch den Kampf Anerkennung gewinnen. Der Angeklagte bestritt die Mitgliedschaft im IS, er habe sich nicht der Terrororganisation, sondern einer Miliz angeschlossen und sei zwar in dem Konvoi zu sehen gewesen, aber statt nach Kobane an die Küste gefahren. Das nahm ihm die Vorsitzende Richterin Ulrike Taeubner nicht ab: »Ihr Verteidigungsverhalten war genauso abstrus und abwegig wie Ihr Aufenthalt in Syrien.« Warum der Mann nach Syrien gereist war, blieb unklar. Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert und kündigte Revision an.
   
   
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Kaffeepause
 
 
Weiter auf der Suche nach dem Schokokuchen

Vor einigen Monaten waren wir überrascht, dass der köstliche Schokokuchen, den das Geschwister Café in Eppendorf anbietet, aus industrieller Fertigung sein soll. Doch nun meldete sich Konditormeister Thomas Praetsch und reklamierte, der gesuchte Kuchen stamme aus seiner Backstube. Man macht sich also auf zu Ellena’s Back-Bistro. Klein und freundlich, lockt es mit einem großen Angebot an Keksen und Kuchen. Ein Schokokuchen ist an diesem Nachmittag allerdings nicht zu sehen. Er sei schon ausverkauft, lautet die nette Auskunft. Der als Ersatz bestellte Bienenstich ist lecker und cremig, der dazu georderte Kaffee ordentlich. Und doch bleibt das Mysterium ungelöst, ob das eigentliche Objekt der Begierde nun tatsächlich aus diesem Hause stammt. Wir werden wohl wiederkommen müssen.

Eppendorf, Ellena’s Back-Bistro, Geschwister-Scholl-Straße 155, Mo–Fr 5.30–19, Sa 6.30–16, So 7.30–17 Uhr

Elisabeth Knoblauch
 
Alle Mittagstische im ZEIT Gastroführer
 
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Was geht
 
 
 
Optimale Einwanderung: Weltweit gibt es 250 Millionen Migranten, weitere 65 Millionen Menschen sind auf der Flucht. Deutschland gehört unter den OECD-Staaten zu den wichtigsten Einwanderungsländern. Wie gehen wir mit dieser Herausforderung um? Podiumsdiskussion: »Empfehlungen für eine deutsche Einwanderungspolitik« mit Filiz Polat (Grüne), Christi Degen (Handelskammer Hamburg) und Journalist Christian Jakob (»taz«).
Diakonie Hamburg, Königstraße 54, 11–13 Uhr, Eintritt frei, Anmeldung unter anmeldung.me@diakonie-hamburg.de
Roadmovie-Romanze: Jan und Jule zockeln im 303-Oldtimer-Wohnmobil durch die Lande. Eigentlich soll es gemeinsam nur bis Köln gehen, doch mit jedem Kilometer öffnet sich die Welt des anderen mehr. Macht Kapitalismus den Menschen zum Neandertaler? Führt Monogamie ins Unglück? »Lebenshungrig und romantisch, zwischen Fernweh und dem Wunsch, irgendwo anzukommen«, urteilen Kritiker über den Streifen »303«.
3001 Kino, Schanzenstraße 75, 21.15 Uhr, 9 Euro
Pianosommer: Das Klavier gilt als ein von Menschenhand gemachtes Wunderwerk, ob Klassik oder Jazz, Melodie oder Bass – das Instrument ist Orchester und Rockband, Begleiter und Solist zugleich. Der »Hamburger Pianosommer« feiert das Multitalent mit vier Virtuosen unterschiedlicher Genres. Es spielen Sebastian Knauer, Martin Tingvall, Joja Wendt und Axel Zwingenberger.
Staatsoper, Großes Haus, Dammtorstraße 28, 20–22 Uhr, ab 18,50 Euro
 
 
 
   
   
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Hamburger Schnack
 
 
In einer Kleingartenanlage. Zwei »Indianer«, etwa zehn Jahre alt und offensichtlich auf Verfolgungsjagd, atemlos: »Haben Sie vielleicht zwei Cowboys gesehen?« Ich: »Ja, die sind eben dahinten um die Ecke.« Im Weiterlaufen sagt einer der Indianer: »Danke, das war sehr hilfreich! (kurzes Innehalten) Äääääh, falsche Antwort! Wenn das nicht stimmt, werden Sie skalpiert!«  
 
Gehört von Ricarda Wyrwol
 
 
   
   
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Meine Stadt
 
 
 
 
Die Wohnungsfrage in Hamburg scheint unlösbar. Jetzt dürften sogar die Wohnungsunternehmen selbst die frustrierten Suchenden zum Aufgeben bewegen wollen. Gesehen in Rothenburgsort.
 
Foto: Hannelore Bastian
 

Schluss

In unserer soeben erschaffenen neuen Rubrik »Dumm wie Brot« wollen wir Ihnen heute jenen 41-jährigen Deutschen vorstellen, der am Wochenende in seinem Mercedes GLC 250 4Matic (schlanke 211 PS) vor einer grünen Ampel auf der Elbgaustraße das Fahrzeug vor ihm anhupte, weil es nicht schnell genug losfuhr. Dann überholte er mit einem riskanten Manöver und beschleunigte auf 102 Stundenkilometer. Sein Pech: Er hatte ausgerechnet einen zivilen Streifenwagen der Kontrollgruppe »Autoposer« angehupt, dessen Besatzung sich nicht zweimal bitten lassen musste. Mercedes-Mann nannte den Beamten daraufhin auch noch die Personalien seines Bruders, weil er verbergen wollte, dass er ohne Führerschein unterwegs war. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren eingeleitet.
 
Das war sie wieder, die Elbvertiefung. Wollen Sie uns Ihre Meinung sagen, wissen Sie etwas, über das wir berichten sollten? Schreiben Sie uns: elbvertiefung@zeit.de
 
Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag. Morgen begrüßt Sie hier wieder Mark Spörrle!
 
Ihre
Sigrid Neudecker
 
 
PS: Gefällt Ihnen unser Letter, leiten Sie ihn gern weiter. Haben Sie ihn weitergeleitet bekommen, melden Sie sich ganz einfach und unverbindlich an unter www.zeit.de/elbvertiefung. Dann schicken wir Ihnen die neue Elbvertiefung, solange Sie wollen, immer montags bis freitags ab 6 Uhr.
 
 
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