»Die junge Generation bringt eine andere Perspektive auf den Verkehr mit«

 
+Zeitumstellung + Tunnel statt Köhlbrandbrücke? + Wie Geld aus Berlin das Lernen verändern soll + Finanzierung für die S4 nach Bad Oldesloe steht + »Ich war wie im Wahn und habe meine Familie auf eine harte Probe gestellt« +
 
 
Wenn dieser Newsletter nicht richtig angezeigt wird, klicken Sie bitte hier.
 
   
 
Das Wetter passt sich weiter der Jahreszeit an: heute noch maximal zwölf Grad unter dichten Wolken und Regenschauern. Am Sonnabend kommt etwas Sonne durch, bei starkem Wind bleibt es aber bei höchstens acht Grad. Der Sonntag wird genauso, nur mit mehr Wolken und weniger Sonne.
   
 
Guten Morgen,
 
Mark Spörrle
 
nicht vergessen: In der Nacht von Sonnabend auf Sonntag werden die Uhren um drei Uhr eine Stunde zurückgestellt – zum mutmaßlich vorletzten Mal. Im Jahr 2019 soll es dann die zweimal jährliche Zeitumstellung nach dem Willen der EU-Kommission zum letzten Mal geben: Die Zeitumstellung wird abgeschafft. Mal wieder. Die erste ihrer Art, erfunden vom Deutschen Kaiserreich 1916 im Ersten Weltkrieg, um Energie zu sparen und zugleich als Machtdemonstration gegenüber anderen Staaten, wurde drei Jahre später wieder kassiert. In den Jahrzehnten danach führte man sie mehrmals wieder ein und schaffte sie auch wieder ab; seit 22 Jahren ist sie europaweit einheitlich geregelt.
 
Schon seit den 70er-Jahren ist klar: Der Aufwand steht in keinem Verhältnis zu den Vorzügen, die Energieeinsparung liegt im geringen Promillebereich. Und dann die Mühen der Umstellung – stellen Sie sich vor, Sie haben ein Schloss mit Hunderten tickenden Uhren –, die Müdigkeit, die Kopfschmerzen, die verpassten Züge, die rebellierenden Milchkühe, die Chefs, die es nicht verstehen können, dass man verschlafen musste. Kein Wunder, dass sich in einer EU-weiten Online-Umfrage 84 Prozent der Teilnehmer für die Abschaffung der einheitlichen Zeitumstellung aussprachen. Möglichst bis zur Europawahl im kommenden Frühjahr sollen nun Fakten geschaffen werden. Nur welche Zeitzone dauerhaft gelten soll, dazu sind in Europa die Meinungen noch gespalten. Estland, Lettland und Litauen haben sich für dauerhafte Sommerzeit ausgesprochen. Die Slowakei will permanente Winterzeit. Österreich Sommerzeit. Portugal will den halbjährigen Wechsel beibehalten. Die Benelux-Staaten wollen noch beraten. Bedenkt man, dass es schon jetzt drei verschiedene Zeitzonen innerhalb Europas gibt, sollten Europareisende des Jahres 2020 besser mehrere Uhren dabeihaben.

Bei uns ist die Sache schon relativ klar. In besagter Online-Umfrage plädierten die meisten für eine dauerhafte Sommerzeit. Und zwei Drittel aller Umfrageteilnehmer, um die drei Millionen, stammen aus Deutschland. »Die große Mehrheit der Menschen will nicht mehr alle sechs Monate an den Uhren drehen, und die meisten wünschen sich eine dauerhafte Sommerzeit«, sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier nun. »Die Menschen möchten auch im Winter, Herbst und Frühjahr nach harter Arbeit und Schule noch freie Zeit bei Tageslicht haben.«
 
Forscher dagegen warnen bei einer ganzjährigen Sommerzeit vor Problemen in Bezug auf Gesundheit und Leistungsfähigkeit vieler Deutscher: Die biologische Uhr lasse sich nicht verstellen, die Arbeit oder Schule beginne für sie schon jetzt unter Sommerzeit-Bedingungen zu früh. Wetten, dass das für viele auch in der Winterzeit so ist?
 
   
   
ANZEIGE
 
Anzeige: Marienkrankenhaus – Forum Ethik
   
   
 
Tunnel statt Köhlbrandbrücke?

Die Köhlbrandbrücke kommt weg, aber was kommt dann? Seit Jahren wird über mögliche Alternativen spekuliert. Nun scheint sich ein Gerücht zu verdichten: Der Verkehr soll offenbar künftig unter Wasser fließen. Nach Angaben von NDR und »Hamburger Abendblatt« setzt die Hamburg Port Authority (HPA) auf einen Tunnel unter dem Köhlbrand hindurch. Die Alternative, nämlich der Bau einer noch höheren Brücke, sei damit aus Expertensicht vorerst vom Tisch. Den Berichten zufolge soll der Tunnel zwei Röhren bekommen, mit je zwei Spuren für Lastwagen und Pkw und einem Standstreifen. In einem unteren Stockwerk werde eine Fahrradspur geplant. Das Ganze werde zwar mehrere 100 Millionen Euro teurer als eine neue Brücke, dafür aber auch langlebiger und ökologischer. So weit der Stand der Vermutungen. Ein offizielles Statement der HPA gibt es dazu bisher nicht. Man wisse selbst nicht, worauf sich die Medienberichte stützten, hieß es auf Nachfrage. Als die Berichte erschienen, war der HPA-Aufsichtsrat noch nicht offiziell informiert. Auch steht der Beschluss über den Brückenersatz nach wie vor aus. Wie die Verkehrsbehörde betonte, liegt die Entscheidung bei Senat und Bürgerschaft, die laut Plan bis Ende des Jahres Zeit dafür hat. Der CDU geht das zu langsam. Dass die 1974 errichtete Brücke wegmuss, scheint unbestritten. Die Bausubstanz gilt als marode. Und eine Durchfahrtshöhe von 53 Metern reicht nicht aus, wenn die Stadt weiterhin immer größere Containerschiffe an die Terminals legen will.
 
   
   
ANZEIGE
 
Anzeige: Deichtorhallen
   
   
 
Wie Geld aus Berlin das Lernen verändern soll
 
Computergesteuerte Smartboards statt Tafel und Kreide, Laptops für den Unterricht: Bei der Digitalisierung im Klassenzimmer sieht sich Hamburg in einer Vorreiterrolle. »Unser Senator ist einer der treibenden Kräfte bei diesem Thema«, sagt Peter Albrecht, Sprecher der Schulbehörde. Schon 2019 sollen einmalig fünf Milliarden für die neue Ausstattung aus der Kasse des Bundes an die Länder fließen, sobald die dafür nötige Änderung des Grundgesetzes durch sei. Weil das nicht alle Länder gleichermaßen freut – einige fürchten um ihre Entscheidungshoheit –, kam das Thema auch bei der Ministerpräsidentenkonferenz im Rathaus zur Sprache. Bis heute  wollen die Bundesländer hier ihre politischen Positionen abstimmen, um diese gemeinsam gegenüber dem Bund zu vertreten. Was den Digitalpakt angeht, drückt Hamburg weiterhin auf die Tube: Das Geld solle bald fließen, wichtig sei es vor allem für den Netzausbau, erklärt Sprecher Albrecht: »Wir müssen darauf vorbereitet sein, dass auch an großen Schulen alle gleichzeitig ins WLAN gehen können.« Recherchieren oder online lernen könnten Schüler theoretisch auch mit dem Smartphone. Dann müssten aber allen in der Klasse gleich viel Datenvolumen und identische Geräte zur Verfügung stehen, erklärt Albrecht (lassen Sie das nicht Ihre schulpflichtigen Kinder lesen). Vorbei die Zeit von Tinte und Papier? Mitnichten. Laptops oder auch Smartphones sollen, wie Senator Ties Rabe bereits erläuterte, »genauso selbstverständlich eingesetzt werden wie Arbeitsheft, Schulbuch und Stift«. Digital lernen sollen übrigens nicht nur die Schüler. Für Lehrer, die sich Computer und Internet erst noch erschließen (müssen), soll es Fortbildungen geben. Hoffentlich verpflichtende.
 

Finanzierung für die S4 nach Bad Oldesloe steht

Eine gute Nachricht für alle verspätungsgeplagten Pendler zwischen Hamburg und Bad Oldesloe: Die Finanzierung der neuen S4 steht; Hamburg, Schleswig-Holstein und der Bund haben sich geeinigt. Knapp eine Milliarde Euro soll die Linie samt fünf neuen Stationen kosten, schreibt das »Hamburger Abendblatt«. Mehr als die Hälfte des Geldes kommt aus Berlin. Jetzt die nicht ganz so gute Nachricht: Bis die S4 tatsächlich fährt, wird es noch dauern. Der Baustart ist für 2020 geplant, 2027 soll dann alles fertig sein, so sagte es Verkehrsstaatsrat Andreas Rieckhof dem »Abendblatt«. Wir fragten den Fahrgastverband Pro Bahn, wie dort das Vorhaben eingeschätzt wird. »Die S4 bringt große Vorteile, weil eine eigene Infrastruktur für den Nahverkehr geschaffen wird«, sagt Stefan Barkleit, Vorsitzender des Landesverbands Schleswig-Holstein/Hamburg. Statt einer Regionalbahn, die alle halbe Stunde fährt, käme die S-Bahn dann alle zehn Minuten. Auch für den Hauptbahnhof könne es eine Entlastung sein, wenn für die Fahrgäste der Umstieg vom Zug auf die S-Bahn entfällt. Problematischer sieht Barkleit den Zeitplan. »Es ist schwierig und ärgerlich, dass sich das Projekt so lange verzögert hat. In den frühen 2000ern, als die ersten Studien dazu gemacht wurden, war die Perspektive, dass die S4 schon 2020 fährt.« Auch der aktuelle Plan geht nur auf, wenn es zu keinen weiteren Verzögerungen kommt.
 
   
   
ANZEIGE
 
Anzeige: ZEIT Stiftung
   
   
   
   
Verlagsangebot
 
Diese Woche
TOP1
TOP2
TOP3
DIE ZEIT für Hamburg - kostenlos testen
   
   
 
»Ich war wie im Wahn und habe meine Familie auf eine harte Probe gestellt«

Ewald Lienen hat den FC St. Pauli vor dem Abstieg in die dritte Liga gerettet und damit Schmach und finanzielle Nöte im letzten Moment abgewendet. Als Befreier will sich der Fußballtrainer und technische Direktor des Vereins dennoch nicht sehen. Lieber als Malocher, der das Spiel des Gegners bis ins Detail analysiert und sich auf jeden Ernstfall vorbereitet. Lienen ist fleißig, dafür wird er geschätzt. Doch er weiß auch, wann der Einsatz zu hoch wird: Auch seine eigene Zukunft stand bisweilen auf der Kippe. »Ich war wie im Wahn und habe meine Familie auf eine harte Probe gestellt«, sagt er über die Jahre, in denen seine Arbeitstage 17 Stunden zählten und das Leben seiner Kinder scheinbar spurlos an ihm vorbeizog. Im Interview beschreibt der 64-Jährige, wie er langsam lernte, sein Privatleben wieder in seinen Alltag zu integrieren. Seit dem Gespräch weiß ZEIT:Hamburg-Ressortchef Kilian Trotier, dass Lienen bei allem Respekt auch mal kontrolliert explodieren kann – wenn es denn nottut, um das Team zu retten. Das Interview in ganzer Wucht lesen Sie im aktuellen ZEITmagazin Hamburg – oder hier digital.
 

»Die junge Generation bringt eine andere Perspektive auf den Verkehr mit«

Um die 130 angehenden Bauingenieure, Stadtplaner und andere Studenten der Verkehrs- und Logistikfächer von der TU Hamburg und der HafenCity Universität sind am Mittwoch zur Auftaktveranstaltung des Mobilitätslabors gekommen. Sie alle sollen in den kommenden zwei Jahren in Lehrveranstaltungen und Abschlussarbeiten Verkehrskonzepte für 2030 erarbeiten, die dann die Stadt genau unter die Lupe nehmen will. Wir sprachen darüber mit Carsten Gertz, Professor für Verkehrsplanung an der TU Hamburg.
 
Elbvertiefung: Herr Gertz, wie sieht der Verkehr im Jahr 2030 in Hamburg aus?
Carsten Gertz: Es wird mehr Carsharing geben, mehr Elektroautos. Auch Modelle wie Ridesharing, bei denen sich Einzelpersonen eine Fahrt teilen, werden zunehmen. All diese Angebote werden mit dem öffentlichen Nahverkehr verknüpft sein. Vernetzung ist ein wichtiges Schlüsselwort, auch bei den Bezahlmodellen. Die entscheidende Frage ist aber, wie sich bis dahin der Bestand an Autos in der Stadt entwickelt. Im Moment werden es jedes Jahr 10.000 mehr. Eine Herausforderung wird sein, dass die Zahl nicht weiter ansteigt.
 
EV: Ganz im Ernst: Weniger Autos, mehr Car- und Ridesharing, vernetzte Mobilität – die Themen gibt es doch alle heute schon!
Gertz: Ich kann den Einwand nachvollziehen, aber es wird in den nächsten zehn Jahren keine veränderte Art der Fortbewegung geben, die alles revolutioniert, wie damals die Eisenbahn oder das Auto. Dennoch werden die Veränderungen stärker sein als in den vergangenen zehn Jahren. Die Autoindustrie muss sich verändern – weg vom Verbrennungsmotor, hin zu alternativen Antrieben. Auch das autonome Fahren wird eine gravierende Veränderung sein. Wie lange da die Übergangsphase dauert, ob das schon in zehn Jahren so weit sein wird, lässt sich heute noch nicht sagen.
 
EV: Nun sollen Studenten in einem Mobilitätslabor Konzepte für den Stadtverkehr der Zukunft entwickeln. Was können Sie beitragen, was erfahrene Planer vielleicht übersehen?
Gertz: Die junge Generation bringt eine andere Perspektive mit. Da macht nicht mehr jeder mit 18 Jahren den Führerschein und kauft sich ein gebrauchtes Auto. Die Studenten nutzen eher das Fahrrad und den öffentlichen Nahverkehr, das hat schon eine erste Umfrage bei der Auftaktveranstaltung gezeigt. Auch digitale Angebote sind bei ihnen selbstverständlicher Teil des Alltags.
 
EV: Wie kann es gelingen, dass ein Großteil der Bevölkerung bei neuen Verkehrskonzepten mitzieht?
Gertz: Durch positive Erfahrungen! Das bringt auf jeden Fall mehr als Restriktionen. Das Schwierigste sind nicht die Angebote oder die Technik, sondern die Einstellung und das individuelle Verhalten zu ändern. Das geht nur durch Ausprobieren, durch Experimente, so wie beim Ioki-Shuttle in Osdorf und Lurup. Das ist Ridesharing als Teil des öffentlichen Nahverkehrs. Wir begleiten die Testphase, evaluieren das Konzept und schlagen Verbesserungen vor, damit sich das Modell auch an anderen Stellen in der Stadt anbieten lässt.
 
EV: Was für Experimente planen Sie sonst noch?
Gertz: Denkbar wäre zum Beispiel, dass in einem kleinen Gebiet alle Anwohner vier Wochen ihre Autos in eine Parkgarage außerhalb stellen und dafür ein gutes Carsharing-Angebot bekommen. So würde öffentlicher Raum frei, der sonst zum Parken gebraucht wird. Die Menschen sollen erleben, wie sich das anfühlt. Aber noch sind wir nicht so weit. Im Moment entwickeln wir erste Ideen. So ein Experiment könnte ein nächster Schritt sein.
   
   
ANZEIGE
 
Anzeige: Hamburgische Staatsoper
   
   
 
 
Lesevertiefung
 
 
Drei Buchempfehlungen fürs Wochenende...

Graphic Novel Scheinbar aus dem Nichts kommend, legte Emil Ferris im Alter von 55 Jahren ihr sensationelles Comic-Debüt in Form eines fiktiv gezeichneten Tagebuchs vor. Sowohl Familiengeschichte und Krimi als auch Porträt des Chicagos der späten 60er-Jahre – so treffend und mitreißend wurde die Vielfalt und Widersprüchlichkeit des Menschseins selten gezeichnet und erzählt.
Emil Ferris: Am liebsten mag ich Monster, aus dem Amerikanischen von Torsten Hempelt; Panini, 39 Euro
 
Sachcomic Geschrieben und gezeichnet von der einflussreichen Feministin und Politikwissenschaftlerin Liv Strömqist, setzt sich äußerst klug mit der Kulturgeschichte der Vulva auseinander. Eine sorgsam recherchierte, erhellende Aufklärung, treffende und kritische Gesellschaftsanalyse und perfekte Satire.
Liv Strömquist: Der Ursprung der Welt, aus dem Schwedischen von Katharina Erben; vant-verlag, 19,95 Euro
 
Kindercomic
»Hilda« ist eine Kindercomic-Reihe des britischen Comiczeichners Luke Pearson, bei der auch Erwachsene gern mitlesen. Es ist eine Freude, die junge Protagonistin bei ihren Abenteuern in verwunschenen Landschaften und mit herrlichen Fantasiewesen zu begleiten.
Luke Pearson: Hilda und der Mitternachtsriese, aus dem Englischen von Matthias Wieland; Reprodukt, 13 Euro, ab 6 Jahren
 
... ausgewählt von Hans Ebert und Gesine Claus, Strips & Stories – Buchladen für Graphic Novels, St. Pauli
   
   
ANZEIGE
 
Anzeige: Hamburgische Staatsoper - 5. Anzeigenplatz
   
   
 
 
Verlosung
 
 
 
175 Jahre Thalia Theater! Am 2. November beginnt die Jubiläumsfestwoche des Traditionshauses. Aus diesem Anlass zeigt das Thalia Theater Aufführungen, auf die es stolz ist oder die nur noch selten auf dem Spielplan stehen. Eines dieser Stücke ist »Panikherz«, nach dem Besteller von Benjamin von Stuckrad-Barre, auf die Bühne gebracht unter der Regie von Christopher Rüping. Ein Stück über einen, den es von der Provinz in die große weite Welt der Popkultur zog, eines über Ruhm, Sehnsucht und Absturz – und über Udo Lindenberg. Für eine Chance auf die 2 x 2 Karten, die wir hierfür verlosen, senden Sie uns bitte bis heute Mittag um 12 Uhr Ihren Namen unter dem Stichwort »Panikherz« an elbvertiefung@zeit.de. Viel Glück!
 
Thalia Theater, Alstertor, Freitag, 2.11., 19 Uhr
 
 
 
Was geht
 
 
 
Brennendes Buch: Julia und Cassie wachsen in Massachusetts auf, sind unzertrennlich. Eines Sommers zerbricht ihre Bande – wieso? Claire Messud erzählt, warum der Verlust der ersten großen Freundschaft den Menschen prägt, fragt aber zugleich: Wie gut können wir einander je kennen? Lesung: »Das brennende Mädchen«.
Amerikazentrum Hamburg, Am Sandtorkai 48, 19 Uhr, 5 Euro, Karten unter 040/44 18 82 62
 
Letztes Konzert: Throw That Beat In The Garbagecan machen Schluss. Und dieses Mal, wie es scheint, endgültig. Zwischen 1986 und der ersten Auflösung 1997 war die Combo eine der einflussreichsten Indie-Rock-Bands – jetzt spielen sie nach eigenen Aussagen »das wirklich allerallerletzte Throw That Beat-Konzert«.
Knust, Neuer Kamp 30, 21 Uhr, 22 Euro
 
 
 
   
   
Anzeige
 
Ein rätselhafter Schimmer
   
   
 
 
Was kommt
 
 
 
Techno mit Piepmatz: DJ Dominik Eulberg macht aus Vogelgezwitscher Techno-Mucke. »Ti-ti-ti-ti-ti-tsiieep«, klingt es aus den Lautsprechern statt »Utzutzutz«. Das brachte seiner Musik das Etikett »Öko-Techno« ein; der aktuelle Minimal-Mix nennt sich »Abendpfauenauge & Oleanderschwärmer«.
Uebel & Gefährlich, Ballsaal, Feldstraße 66, Sa, 0 Uhr
 
Star der Kirchenmusik: Ohne Johann Sebastian Bach ist die Geschichte der Kirchenmusik in ihrer Vollendung undenkbar. Deshalb feiern ihn die »Bach-Wochen«: Christoph Schoener eröffnet sie dieses Jahr mit Mozarts großer Messe in c-Moll. Sie zählt zu den Meisterwerken, die ein Fragment geblieben sind, aber dennoch in ihrer künstlerischen Vollendung überwältigen.
St. Michaelis, Englische Planke 1, 27.10.–25.11.; Eröffnung Sa, 18 Uhr, Tickets unter 040/45 33 26, Restkarten an der Abendkasse
 
Buchkunst: Kunst eröffnet Welten, antike Postkarten atmen Geschichte. Beim »Kunztbuchflohmarkt« türmen sich Werke aus dem Bucerius Book Shop und dem Antiquariat der Rathauspassage für kleines Geld. Die Erlöse kommen dem Straßenmagazin »Hinz&Kunzt« und der Passage zugute.
Bucerius Kunst Forum, Rathausmarkt 2, So, 11–18 Uhr, Eintritt frei
 
 
 
 
 
Hamburger Schnack
 
 
Warmes Wetter, zwei junge Frauen versuchen ohne Erfolg einen Sitzplatz vor einer gut besuchten Kneipe zu finden. Darauf die eine verwundert: »Ey, was ist denn hier los? Es ist Dienstag!« Die andere resigniert: »Es ist Hamburg ... «

Gehört von Katharine Rhein
 
 
   
   
Anzeige
 
Geldermann - Jubiläum
   
   
 
 
Meine Stadt
 
 
 
 
Herbst an der Elbe

Foto: Monika Barth
 

Das war sie wieder, die Elbvertiefung. Wollen Sie uns Ihre Meinung sagen, wissen Sie etwas, über das wir berichten sollten? Schreiben Sie uns: elbvertiefung@zeit.de

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag. Montag lesen wir uns wieder, wenn Sie mögen!

Ihr
Mark Spörrle
 
 
PS: Gefällt Ihnen unser Letter, leiten Sie ihn gern weiter. Haben Sie ihn weitergeleitet bekommen, melden Sie sich ganz einfach und unverbindlich an unter www.zeit.de/elbvertiefung. Dann schicken wir Ihnen die neue Elbvertiefung, solange Sie wollen, immer montags bis freitags ab 6 Uhr.
 
 
Empfehlen Sie uns weiter!
 
 
 
 
 
 
VERWALTUNG
Sie sind auf der Liste des ZEIT Brief für Hamburg „elbvertiefung“ angemeldet als: sjcorpchen.mail003@blogger.com
Um sich von der Liste abzumelden, klicken Sie hier.
Um den Personenbezug des Trackings zu deaktivieren, klicken Sie bitte hier.

 
Fügen Sie bitte die E-Mail-Adresse 
elbvertiefung@newsletterversand.zeit.de
Ihrem Adressbuch oder der Liste sicherer Absender hinzu. Dadurch stellen Sie sicher, dass unsere Mail Sie auch in Zukunft erreicht.