Deutsche Studierende mit Hochschullehre zufrieden I idw-Geschäftsführerin Daniela Behrens beantwortet 3 1/2 Fragen I Joachim Schachtner Präsident der TU Clausthal

 
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Liebe Leserinnen und Leser,
herzlich willkommen im neuen Jahr, das mit einer Reihe von Personalien, einer frohen Botschaft für die Lehre an den Hochschulen und mahnenden Worten des langjährigen Wissenschaftspolitikers Jürgen Zöllner beginnt (Was ist wichtig?). Daniela Behrens, Geschäftsführerin des idw, beantwortet unsere Dreieinhalb Fragen. Und wir wünschen Ihnen ein erfolgreiches und gesundes 2019!
   
 
 
 
 
Das ist wichtig
 
 
   
 
  
Studierende mit Lehre zufrieden
Eine überraschend erfreuliche Botschaft verkündet das CHE: Im europäischen Vergleich sind die deutschen Studierenden mit der Lehre an den Hochschulen sehr zufrieden. Und das trotz schwieriger Rahmenbedingungen, wie etwa schlechten Betreuungsrelationen. Das ergibt eine Auswertung des globalen Hochschulrankings U-Multirank. Noch vor kurzem zeichnete eine Sonderauswertung des THE World University Rankings die Lehre in Deutschland in dunkleren Farben. Die CHE-Forscher haben für ihre Untersuchung mehr Hochschulen einbezogen und sind tiefer in die einzelnen Fächer eingestiegen. Wo wir schon einmal beim Thema Lehre sind: Das HIS-Institut für Hochschulentwicklung hat Empfehlungen zur Nachfolge des Qualitätspakts Lehre formuliert.
  
 
 
Jürgen Zöllner redet der Wissenschaft ins Gewissen
In einem Gastbeitrag für den Tagesspiegel fordert Jürgen Zöllner, Vorstand der Charité-Stifung und langjähriger Wissenschaftsminister (Rheinland-Pfalz) und -senator (Berlin), die Wissenschaftler dazu auf, ihren Beitrag zu leisten, um wieder mehr Vertrauen in der Gesellschaft zu gewinnen. Dazu müssten sie ihre Arbeit auch auf deutsch erklären, ihre Grenzen mitkommunizieren, nicht die Rolle von Politikern übernehmen und klarmachen, dass sie Vermutungen produzieren, nicht die Wahrheit. 
  
 
 
Personalia
Trotz der Weihnachtspause hat sich das Personalkarussell weiter gedreht: Am 1. Januar hat der Zoologieprofessor Joachim Schachtner das Amt des Präsidenten der TU Clausthal angetreten, wie das Göttinger Tageblatt meldet. Vorher war er Vizepräsident der Universität Marburg +++ Die Universität Freiburg verabschiedete Rudolf-Werner Dreier in den Ruhestand, ein „Pressesprecher-Urgestein“, wie ihn die Badische Zeitung nennt +++ Zur neuen Kanzlerin der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg wurde laut idw die Juristin Angela Fischer gewählt. Vor dem offiziellen Amtsantritt muss unter anderem noch das NRW-Wissenschaftsministerium der Personalie zustimmen +++ In den USA hat laut The Harvard Crimson die Senatorin und Jura-Professorin Elizabeth Warren ihren Hut für die Präsidentschaftswahl in den Ring geworfen +++ Der Charité-Aufsichtsrat hat den Pharmakologie-Professor Heyo Kroemer zum nächsten Vorstandsvorsitzenden bestellt +++ Wie die HRK meldet, ist der ehemalige Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Werner Knopp, am 4. Januar im Alter von 87 Jahren gestorben. Knopp war von 1974 bis 1977 Präsident der damals noch „Westdeutschen Rektorenkonferenz“ und davor Rektor der Universität Münster. 
  
   
   
   
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Die Zahl
 
 
   
 
   
340
Schülerinnen und Schüler hat die Young Academy Rostock (Yaro) im Rahmen der Frühförderung ausgebildet. 30 Prozent von ihnen studieren an der Hochschule für Musik und Theater in Rostock und 43 Prozent an einer anderen Hochschule. 
   
 
   
Quelle: FAZ
   
 
 
   
 
 
 
 
3½  Fragen an…
 
 
   
 
   
Daniela Behrens
Geschäftsführerin des Informationsdienstes Wissenschaft

Was haben Sie zuletzt von jemand anderem gelernt?
Als Digital Immigrant muss ich mich ja jeden Tag neu in der digitalisierten Welt beweisen. Nun habe ich mich an das „Webinar“ herangetraut und mich mit jungen Leuten auf der ganzen Welt einige Abende über Cloud Computing, Blockchain, Trends der digitalen Kommunikation und die zukünftige Entwicklung von sozialen Netzwerken ausgetauscht. Sehr spannend. 

Welches wissenschaftspolitische Problem lässt sich ohne Geld lösen?
In Zeiten von Verschwörungstheorien, hemmungsloser Lügerei (die als Fake News verharmlost wird) und dem Versagen der politischen und wirtschaftlichen Eliten ist es wichtig, dass die Wissenschaftler ihr Können, ihre Kompetenz, ihre Integrität und ihre guten Absichten viel mehr kommunizieren und so ein Gegengewicht aufbauen. Noch wird ihnen ein hohes gesellschaftliches Vertrauen entgegengebracht. Dazu ist es nötig, im Sinne von Public Understanding of Science ein Dialog auf Augenhöhe zu führen, d.h. Wissenschaft auch in allgemein verständlicher Sprache zu erläutern. Gut wäre es, wenn sich hier mehr Wissenschaftler engagieren würden. 

Lektüre muss sein. Welche?
Meine Empfehlung: Souad Mekhennet mit „Nur wenn du allein kommst: Eine Reporterin hinter den Fronten des Dschihad.“ Mich hat das Buch sehr bewegt und beeindruckt, weil es die Entstehung des islamischen Terrorismus sehr gut beleuchtet. Und weil es aus der Perspektive einer mutigen und einfühlsamen Journalistin und Muslima geschrieben ist. 

Und sonst so?
Für mich ist noch immer Kürbiszeit. Klasse. Es gibt so tolle Rezepte. Unschlagbar: Die Kürbissuppe à la Oma.
   
 
   
 
 
   
   
   
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Diese Woche in der ZEIT
 
 
   
Die geteilte Stadt In New York gehen schwarze und weiße Kinder meistens getrennt zur Schule. Wieso ist es so schwer, daran etwas zu ändern?

Seid wieder Spielverderber! Der Soziologe Armin Nassehi fordert seine Kollegen auf, sich wieder stärker in den gesellschaftlichen Diskurs einzumischen   Alis Traum Vergangenes Jahr startete Ali Can mit #MeTwo eine Debatte über Alltagsrassismus. Nun will er verändern, was Deutschsein heißt

Zur aktuellen Ausgabe
   
 
 
   
 
 
 
 
Fußnote
 
 
   
 
   
Lesetipp
"Red moon rising - Will China dominate science?", fragt der aktuelle Economist in der Titelgeschichte. Die kurze Antwort lautet: vielleicht, wie man es von einem seriösen Artikel erwarten darf. Es lohnt sich aber, die ausführliche Antwort - also die faktenreiche und pointiert geschriebene Geschichte - zu lesen.   Thomas Kerstan
   
 
   
 
 
   
Einen fröhlichen Start in die Woche wünscht Ihnen

Ihr CHANCEN-Team


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