DTG: Jetzt erst recht? | Gender Pay Gap | Hochschulen in Metropolen | Wie gelingt der Tenure Track?

 
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Liebe Leserinnen und Leser,
willkommen im Advent. Wir freuen uns schon auf Donnerstag – da findet in Berlin unsere ZEIT Konferenz Hochschule und Bildung statt, zum Thema: „Wie frei sind die Hochschulen? Möglichkeiten und Grenzen der Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft“. Wir hoffen, vielen von Ihnen dort zu sehen, es gibt auch einen Nikolausempfang mit prominentem DJ. Hier finden Sie das Programm und können Sie sich anmelden! Den Fragebogen beantwortet heute Thomas Netzel (HAW Hamburg). Moin moin!
   
 
 
 
 
Das ist wichtig
 
 
   
 
  
DTG: Jetzt erst recht?
Die Gründung einer FH-DFG – einer Deutschen Transfergemeinschaft (DTG) zur Förderung der anwendungsbezogenen Forschung an FHs und HAWs – ist schon lange im Gespräch. Jetzt sagte BMBF-Chefin Anja Karliczek aber im ZEIT-Interview, sie sei „nicht dafür, ständig neue Strukturen aufzubauen“. Heißt: Die Programme, die es bereits gibt, müssen reichen. Die Hochschulallianz für den Mittelstand, sozusagen die DTG-Lobbyisten, reagierten prompt in einem Statement: „Fördert endlich auch die jungen Ingenieure und Wissenschaftler an unseren Hochschulen mit ihren Transferideen!“, sagte Hochschulallianz-Sprecher Hans-Hennig von Grünberg: „Auch eine Agentur für Sprunginnovationen wird nur dann erfolgreich sein können, wenn sie auf konkrete Anwendungsprojekte von Forscherinnen und Forschern zurückgreifen kann – und wenn dieses Reservoir an Innovationsideen kontinuierlich gefüllt wird. Das wäre die wesentliche Aufgabe der Deutschen Transfergemeinschaft.“ Bei der FDP rennt von Grünberg damit offene Türen ein; dem Handelsblatt sagte Thomas Sattelberger, der forschungspolitische Sprecher der FDP-Fraktion: "Anja Karliczeks pauschale Absage an eine Deutsche Transfergemeinschaft irritiert in höchstem Maße". Sattelberger kündigte an, die DTG in einem Antrag im Bundestag einzubringen. – Wir prognostizieren: Diese Debatte ist noch nicht an ihr Ende gekommen.
  
 
 
Gender Pay Gap
Professorinnen verdienen brutto im Schnitt 650 Euro weniger als ihre männlichen Kollegen – das berichtet die neue Ausgabe der Forschung und Lehre. Die W3-Durchschnittsbesoldung liegt bundesweit bei 8.580 Euro – bei W3-Professorinnen aber nur bei 7.930 Euro. Auf der Stufe W2 liegt die Lücke bei 320 Euro; in der Besoldungsgruppe W1 bei 200 Euro. 
  
 
 
Brexit: Rückritt von Sam Gyimah 
Eine wichtige Personalie aus Großbritannien: Sam Gyimah, seit Anfang des Jahres Minister für Universitäten und Wissenschaft unter Theresa May, ist aus Protest gegen den Brexit-Deal von seinem Amt zurückgetreten. "Britain will end up worse off, transformed from rule makers into rule takers. At the end of these negotiations, Britain will not be standing side-by-side with our European partners as equals", schreibt Gyimah in einem Beitrag für den Telegraph, und: "Innovation, scientific endeavour and our universities represent the best of Britain, underpin our economic fortunes and are central to our place in the world. It has been a pleasure and honour to serve these extraordinary communities." (Guardian)
  
   
   
   
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Die Zahl
 
 
   
 
   
70 Prozent
der Hochschulen in Deutschland
haben ihren Sitz in Städten mit unter 500.000 Einwohnern 
   
 
   
 
 
   
 
 
   
 
 
 
 
3½  Fragen an…
 
 
   
 
   
Prof. Dr.-Ing. Thomas Netzel
Vizepräsident für Forschung, Transfer und Internationales an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg

Was haben Sie zuletzt von jemand anderem gelernt?
Wen man in Hamburg überzeugen und ins Boot holen muss, um zukunftweisende Themen umzusetzen.

Welches wissenschaftspolitische Problem lässt sich ohne Geld lösen?
Bei der Energiewende müssen u.a. Erzeugung und Verbrauch in Einklang gebracht werden. Dabei spielt das Verbraucherverhalten eine sehr große Rolle. Schon kleine Gewohnheitsänderungen haben dabei eine große Wirkung, z.B. die Entscheidung, wann ich die Waschmaschine anstelle.

Lektüre muss sein. Welche?
Aus meiner Sicht sollte man die 36 Strategeme kennen und anwenden können. Dazu gibt es zahlreiche spannende Literatur.

Und sonst so?
Mir ist es immer wichtig zu verstehen, warum andere Personen so agieren wie sie es tun. Das ist eine gute Basis, um Kompromisse zu finden.
   
 
   
 
 
   
 
 
   
   
   
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Diese Woche in der ZEIT
 
 
   
Universität, aber praktisch Vor 50 Jahren wurden die Fachhochschulen gegründet – und haben nun eine Million Studierende. Wohin treibt sie dieser Boom? 

»Gleichwertige Wege« Sollen Kfz-Mechaniker einen Bachelor bekommen und Fachhochschulen das Recht, den Doktortitel zu verleihen? Ein Gespräch mit Bundesbildungsministerin Anja Karliczek Lieber Papa… Als Marie Sußebach in der fünften Klasse war, bekam sie einen Brief von ihrem Vater, dem ZEIT-Redakteur Henning Sußebach (ZEIT Nr. 22/11). Er schrieb von seiner Sorge, der Irrsinn um das Turbo-Abitur werde seine Tochter zu sehr -belasten, ihr keine Zeit für Freunde und Gitarre lassen. Jetzt hat Marie Abitur und antwortet ihrem Vater Sind Studiengänge nur für Frauen sinnvoll? In naturwissenschaftlich-technischen Berufen gibt es nur wenige Studentinnen. Extra-Programme an Fachhochschulen sollen das ändern. Vier Expertinnen über das Für und Wider

Zur aktuellen Ausgabe
   
 
 
   
 
 
   
 
 
 
 
c.t.
 
 
   
 
 
Wie macht man das – Tenure kriegen? Fünf (streitbare) Tipps aus der Redaktion des Chronicle of Higher Education.

Quelle: The Chronicle of Higher Education
 
 
 
 
 
   
Ein freies Gleis wünscht Ihnen

Ihr CHANCEN-Team


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