Christian Ehring: Was Satire bewirken kann

 
+ Vergewaltigungen und sexuelle Nötigungen + Leinenzwang und Schnappatmung + Equal Pay Day + Luftreinhalteplan +
 

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Die Sonnenbrille können Sie zwar auflassen, allerdings erhöhen Sie damit höchstens Ihren Coolnessfaktor, nicht aber die Sicht – die Sonne macht sich in den nächsten Tagen rar. Stattdessen stehen Wolken, gelegentliche Regenschauer und ab und zu Gewitter auf dem Wochenendwetterprogramm. Temperaturen um die 10 Grad.
   
 
Mark Spörrle / Foto: Vera Tammen
 
Guten Morgen,

was der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan allmorgendlich zu sich nimmt, um sich bei Eskalationslaune zu halten, darüber können wir nur spekulieren. Die Beziehungen zwischen der Türkei und Europa sind jedenfalls mittlerweile auf einem Tiefpunkt. Nachdem der Europäische Gerichtshof entschieden hatte, dass Kopftücher am Arbeitsplatz unter Umständen verboten werden können, hat die Türkei die EU erneut scharf angegriffen, vor »Religionskriegen« in Europa gewarnt und die Aufkündigung des Flüchtlingspakts mit der EU angedroht. (Daran, dass das Urteil auch für stark bekennende Christen gilt, dachte die Türkei nicht.)
 
Kurz zur Wiederholung: Ein Grund für die Krise ist der Streit um Wahlkampfauftritte türkischer Minister im europäischen Ausland. Die Türkei stimmt am 16. April über ein Präsidialsystem ab, das Erdoğan mehr Macht verleihen würde; auch türkische Bürger, die nicht in der Türkei leben, sind zur Wahl aufgerufen. Nachdem die Niederlande Wahlkampfauftritte verboten hatten, kamen aus Ankara nicht nur die mittlerweile bekannten Nazi-Vorwürfe. Laut Medien, die sich auf die türkische Nachrichtenagentur Anadolu berufen, kündigte der türkische Verband der Viehproduzenten an, eine Gruppe niederländischer Milchkühe der Türkei zu verweisen. Nähmen die Niederlande ihre Holstein-Rinder nicht zurück, werde man sie schlachten; ein Istanbuler Bezirksbürgermeister sei ganz wild darauf, seine Kuh in jedem Fall zu töten.
 
Es gibt auch Bilder von jungen Türken, die mit grimmigen Gesichtern haufenweise Orangen auspressen – und mit der Aktion angeblich auf die Niederlande zielen – Orange gilt als Nationalfarbe des Landes.
 
Welch bizarre Aktion als Nächstes kommt, – ein türkisches Einfuhrverbot für niederländischen Käse oder gleich dessen Steinigung, eine Tulpenverbrennung –, man wird sehen.
 
Bundeskanzlerin Angela Merkel setzt weiter auf Deeskalation und will Wahlkampfauftritte türkischer Politiker nicht generell verbieten, sofern sie »rechtzeitig und transparent angemeldet werden und deutsches beziehungsweise französisches Recht und Gesetz strikt einhalten«.
Aktuell steht im Hamburg der Besuch der stellvertretenden AKP-Vorsitzenden Nükhet Hotar an. Wo genau sie auftreten und wie sie für das umstrittene Verfassungsreferendum in der Türkei werben wird, dazu war bis Redaktionsschluss noch nichts Konkretes bekannt. Auch nicht, ob diese Intransparenz am Ende schon als »nicht rechtzeitige Anmeldung« zu werten ist. 
 
 


»Ich werde nie wieder sagen, dass Satire nichts bewirken kann«

Vor genau einem Jahr sorgte ein Beitrag der satirischen NDR-Sendung »extra 3« für große Aufregung: In dem Lied »Erdowie, Erdowo, Erdoğan« (gesungen zur Melodie von Nenas »Irgendwie, irgendwo, irgendwann«) hat sich die Redaktion mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan auseinandergesetzt. Sehr zu seinem Missfallen. Wir sprachen mit »extra-3«-Moderator Christian Ehring über die Folgen des Beitrags.
 
Elbvertiefung: Herr Ehring, vor genau einem Jahr haben Sie bei »extra 3« ein satirisches Lied über den türkischen Präsidenten Erdoğan gesendet – was ist danach passiert?
Christian Ehring: Erst mal gar nichts, wir hatten das Gefühl, dass es eine gute Sendung war. Mit zeitlicher Verzögerung ist das Lied dann in Ankara angekommen. Wie es angekommen ist, habe ich an einem Montagabend auf »Spiegel Online« erfahren – die Schlagzeile war in etwa: »Erdoğan beruft deutschen Botschafter wegen extra-3-Satire ein.« Da ist mir die Kinnlade runtergefallen!
 
Elbvertiefung: Wie haben Sie reagiert?
Ehring: Mein erster Gedanke war: Erst mal locker bleiben. In den Tagen darauf habe ich täglich mehrere Interviews gegeben. In der Redaktion haben wir innerlich und äußerlich gefeiert und gesagt, mal abwarten, ob auch die »New York Times« über uns berichtet – und das hat sie getan. Das Lied ging um die Welt, es wurde auch mit türkischen Untertiteln wahnsinnig oft geteilt. Wie das auf diplomatischer Ebene geregelt wurde, haben wir gar nicht mitbekommen, bei uns hat jedenfalls kein Minister angerufen. Aber viele Deutschtürken haben sich gemeldet – von begeistert bis sehr wütend war alles dabei.
 
Elbvertiefung: Was haben Sie daraus gelernt, aus dem Umgang mit Satire und den Reaktionen auf das Lied?
Ehring: Ich persönlich habe den Schluss gezogen: Ich werde nie wieder sagen, dass Satire nichts bewirken kann. Wir merken ja ohnehin, dass die Sendung unsere Zuschauer auch beschäftigt, bewegt oder wütend macht. Und bei der Reaktion auf dieses Lied hat man sehr nachdrücklich gespürt, was Satire auslösen kann, sogar diplomatische Krisen. Das fand ich beeindruckend. An der Art unserer Arbeit hat das aber nichts verändert.
 
Elbvertiefung: Würden Sie das Lied denn heute wieder so machen?
Ehring: Die politische Situation hat sich im letzten Jahr dramatisch verschärft. Damals war das Lied angemessen, heute wäre es mir fast zu harmlos. Wir reden auch in der Sendung über die Lage in der Türkei, aber es fällt mir zunehmend schwer, die passenden Gags zu finden und gegen diesen Menschen Erdoğan anzuwitzeln, weil mich das Thema emotional berührt.
 
Elbvertiefung: Planen Sie jetzt zum einjährigen Jubiläum des Liedes etwas Neues in der Richtung? Aktuelle Aufhänger gäbe es ja genug ...
Ehring: Erdoğan ist natürlich immer noch Thema – aktuell stellt sich die Frage: Müssen wir aushalten, dass auf deutschem Boden Wahlkampf gemacht wird.
 
Elbvertiefung: Und, müssen wir?
Ehring: Im Moment bin ich noch der Meinung, dass wir das sollten. Aber auch ich ändere bisweilen meine Meinung. Doch, ich finde, zu einer Demokratie gehört auch, dass man das aushält. Man kann Dummheit nicht verbieten. Dass fanatische Anhänger jemandem zujubeln, der Blödsinn verbreitet … Florian Silbereisen wird ja auch nicht verboten.
 
Elbvertiefung: Erinnern Sie sich eigentlich noch an den Liedtext?
Ehring: Er lebt auf großem Fuß, der Boss vom Bosporus, Erdowie, Erdowo, Erdoğan, weiter weiß ich nicht. Ach doch: Ein Journalist, der was verfasst, das Erdoğan nicht passt, ist morgen schon im Knast ... Es bleibt doch einiges im Ohr.
 
   
   
 
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Vergewaltigungen und sexuelle Nötigungen: Keine Panik

»Gefahr für Frauen ist in Hamburg gestiegen«, schrieb das »Abendblatt« gestern in seinem Bericht über drei Vergewaltigungsfälle der vergangenen Monate, die vermeintlich nach ähnlichem Muster abgelaufen waren. Jedes Mal hatte – nach derzeitigem Ermittlungsstand – ein Mann eine Frau mit der Bitte um Hilfe an einen abseits gelegenen Ort gelockt, um sie dort allein oder zu mehreren zu missbrauchen. 25 Prozent mehr Fälle von Vergewaltigungen und sexueller Nötigung habe es 2016 im Vergleich zum Jahr davor gegeben, rechnet das Blatt vor. Doch ein zweiter Blick auf die Zahlen lohnt sich. Denn, »der Anstieg erklärt sich in erster Linie durch die hohen Fallzahlen aus der Silvesternacht 2015/2016«, sagt Ulf Wundrack von der Hamburger Polizei. Rechnet man diese (Vergewaltigungen und sexuelle Nötigungen werden statistisch nicht getrennt) aus den Fallzahlen heraus, gab es 2016 sogar fünf Fälle weniger. Damit sollen die Zahlen mitnichten schöngeredet werden – jede Hand an einem fremden Körperteil in einer vollen U-Bahn ist schon zu viel! Doch statt Angst zu schüren, wäre es hilfreicher, Frauen (und Männer) zu ermächtigen, sich auf der Straße sicherer zu fühlen. Dafür empfiehlt die Polizei beispielsweise Selbstbehauptungskurse oder das Mitführen eines Schrillalarms, denn wichtig sei, »auf sich laut und deutlich aufmerksam zu machen. Täter rechnen mit ruhigen, folgsamen und unterwürfigen Opfern, über die sie Macht ausüben können«. Wer Hilferufe hört, soll laut Wundrack dem ersten Impuls zu helfen widerstehen und die 110 wählen: »Wir sind diejenigen, die zuerst kontaktiert werden müssen! Wenn man danach trotzdem der Meinung ist, etwas tun zu müssen, dann auf keinen Fall allein!« Das Allerwichtigste bleibt allerdings nach wie vor: Schuld ist immer nur der Täter. Und niemand sonst.
 
 


Hundeparadies oder Hundeleben?

Liebe Hundebesitzer, bitte keine Schnappatmung bekommen, wir wollen nur reden. Und zwar über die Hunde, ja, aber auch über Sie – und es gibt Klärungsbedarf. In der aktuellen ZEIT:Hamburg hat sich Autorin Susanne Mayer die Hundesituation im Jenischpark genauer angesehen. Ihr Urteil: ein Hundeparadies. »Freilauf ist auch hier, wie in allen Parks, nicht wirklich erlaubt außerhalb der Hundewiese, aber wird dort, wie ja in allen Parks und an der Elbe, trotzdem praktiziert. Warum auch nicht? Fahrräder dürfen über Spazierwege rasen, warum dann keine Hunde über die Wiese?« Doch das soll sich nun ändern: Die Freilaufzone im Jenischpark soll weg – das empfiehlt der Grünausschuss der Bezirksversammlung: Alle Hunde im Park sollen an die Leine. Dabei, so Mayer, sind das eigentliche Problem nicht die Hunde, es sind die Hundehalter: »Vermutlich sind 99 Prozent der frei laufenden Hunde auch gar nicht leinenbefreit, sondern Frauchen und Herrchen tun nur so.« Warum das keiner kontrolliert? Ach ja, für 70.000 Hunde hat die Stadt ganze sieben Kontrolleure – das erklärt einiges. Dabei ließe sich die Situation leicht entspannen: »Leinenpflicht an allen Straßen, in Geschäften, in Verkehrsmitteln«, dann hätte Hamburg auch endlich eine Gemeinsamkeit mit New York (neben den imposanten Gebäuden, versteht sich). Was sich außerdem bei den Hundehaltern und an den Vorschriften ändern müsste, das lesen Sie in der aktuellen ZEIT:Hamburg oder hier.
 
   
   
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Reine Luftnummer

Gestern haben wir uns gefragt, wie Hamburgs Verkehr im Jahr 2027 aussehen könnte. Heute werfen wir einen Blick in die nähere Zukunft. Es geht um dicke Luft, die gesetzlichen EU-Grenzwerte für Stickoxide nämlich, die in Hamburg an Straßen-Messstationen überschritten werden. Das Hamburger Verwaltungsgericht hatte auf Betreiben der Umweltschutzorganisation BUND der Stadt ein Zwangsgeld angedroht, wenn sie ihren Termin für einen neuen Luftreinhalteplan nicht einhalten könne, diese hatte Beschwerde eingelegt. Nun hat das Hamburgische Oberverwaltungsgericht ein Machtwort gesprochen: Die Beschwerde wurde abgewiesen. Der überarbeitete Plan muss spätestens am 30.6.2017 vorliegen; sollte die Umweltbehörde bis dahin nicht geliefert haben, steht die Zahlung eines Zwangsgeldes an. Was also ist der Plan, um Hamburgs Luft reiner zu machen? Bei der Umweltbehörde heißt es nur schwammig: »Mit welchen Maßnahmen die Werte am Ende erreicht werden, lässt sich erst sagen, wenn alle umfangreichen Berechnungen durchgeführt und ausgewertet sind.« Eine Möglichkeit wären Fahrverbote für Dieselautos – ist da etwas geplant? »Schon aus Gründen der Rechtssicherheit befürworten wir die Blaue Plakette.« Was das konkret heißt – man darf gespannt sein. Der BUND jedenfalls fühlt sich mit der Gerichtsentscheidung bestätigt, Landesgeschäftsführer Manfred Braasch sagt: »Die Grenzwerte zum Schutz der menschlichen Gesundheit werden seit Jahren massiv überschritten. Es ist ein Armutszeugnis für die Hamburger Politik, dass die Beachtung geltenden Rechts gleich mehrfach eingeklagt werden muss.« Käme es übrigens tatsächlich zum Zwangsgeld, dürfte das die Stadt nicht allzu sehr schmerzen – es beträgt gerade mal 5000 Euro.

 


21 Prozent Unterschied!

Am Samstag ist Equal Pay Day. Falls Ihnen das nichts sagt: Erst an diesem Tag haben Frauen das verdient, was Männer bereits Ende des Jahres auf dem Konto hatten. Natürlich statistisch: Nach Daten des Statistischen Bundesamtes beträgt der Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen 21 Prozent. Aufs Jahr gerechnet, also 365 Tage, fällt der Equal Pay Day 2017 damit auf den 77. Tag des Jahres, also den 18. März. In dieser Rechnung schlagen sich Minderstunden durch Teilzeitjobs nicht nieder, denn die 21 Prozent berechnen sich nach dem Bruttostundenlohn, wie uns Henrike von Platen erklärt, Unternehmensberaterin und ehemalige Präsidentin des Frauenverbandes Business and Professional Women Germany, der weltweit den Equal Pay Day organisiert. Aber die Teilzeit spielt doch eine Rolle, denn Nicht-Vollzeitjobs würden pro Stunde »häufig schlechter bezahlt«, sagt von Platen. Woher kommen noch mal die Gehaltsunterschiede? Häufig durch unbewusste Vorurteile: »In fast jeder Werbung sind Männer diejenigen, die die Welt bewegen, und Frauen die, die die Gartenbank aufstellen, damit es gemütlich ist«, sagt Elisabeth Wazinski, Projektleiterin der Hamburger Führungskräfteschmiede. Ein anderer Grund: Frauen verhandelten schlechter als Männer, weil sie weniger gelernt haben, für ihre Leistung entsprechenden Lohn zu verlangen. Wenigstens ist in Hamburg die Kinderbetreuung mittlerweile bis zu fünf Stunden am Tag kostenlos. »Entscheiden sich Frauen früher, wieder arbeiten zu gehen, fördert das ihre Karrierechancen«, sagt Wazinski. Auch von Platen ist optimistisch: Sie hofft auf die Auswirkungen der Frauenquote und auf das Gesetz zur Lohntransparenz. »Früher hieß es oft: Die Lücke gibt es nicht. Mittlerweile diskutieren wir darüber, wie groß die Lücke ist – das ist ein großer Schritt.«
   
   
 
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Sachbuch Eine freche Elster rettet eine auseinanderbrechende Familie und hilft über die Folgen eines Unfalls hinweg. Warmherzig erzählt und bebildert. Cameron Bloom – Penguin Bloom – Der kleine Vogel, der unsere Familie rettete; Knaus Verlag, 19,99 €

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Was bleibt
 
 
 
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»Gekochte Messe: Die Internorga will rund 95.000 Besucher anziehen. Mit dem Fokus auf gastronomische Trends bietet sie allerlei Spielereien rund um Küchentechnik und Nahrungsmittel.
Messe Hamburg, Messeplatz 1, 17.–21.3., Tagesticket ab 32,50 Euro
 
 
 
 
 
Was kommt
 
 
 
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Hamburger Schnack
 
 
Eine Mutter mit ihrem etwa fünfjährigen Sohn in einer Bäckerei. Er zeigt auf die Berliner, sie schüttelt den Kopf und kauft ein sehr gesundes Brot mit vielen Körnern drauf. Missmutig beobachtet der Kleine das Ganze und sagt beim Hinausgehen: »Aber das ganze Gemüse nehm ich vorher ab.«

Gehört von Evelyn Holst
 
 
 
 
Meine Stadt
 
 
 
 
Kunst im Karoviertel

Foto: Rainer Neumann
 

SCHLUSS
 
Das idyllische Curslack, Sie erinnern sich, ist die Brutstätte des fidelen Promi-Storchs Rolf und seiner Maria, mittlerweile der zweiten. Aber die Gegend scheint noch andere Vögel anzuziehen, die alles Mögliche anstellen, um ebenfalls bei uns in der Elbvertiefung aufzutauchen. Nun gut, wir tun ihnen den Gefallen: Ein Uhu-Paar boykottiert den neuen Windpark des Energiecampus Bergedorf an der A 25. Die Vögel haben sich dort so eingenistet, berichtete NDR 90,3 dass zumindest eines von fünf Riesenwindrädern vorerst nur zeitweise laufen dürfe. Von weiteren Uhu-Pärchen, die auf die anderen, noch freien Windräder spekulieren, wurde zunächst nichts bekannt, das ist aber sicher nur eine Frage der Zeit (oder der ZEIT?).
 
Das war sie wieder, die Elbvertiefung. Wollen Sie uns Ihre Meinung sagen, wissen Sie etwas, über das wir keinesfalls berichten sollten? Schreiben Sie uns: elbvertiefung@zeit.de

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende. Am Montag lesen wir uns wieder, wenn Sie mögen!

Ihr
Mark Spörrle
 
 
PS: Gefällt Ihnen unser Letter, leiten Sie ihn gern weiter. Haben Sie ihn weitergeleitet bekommen, melden Sie sich ganz einfach und unverbindlich an unter www.zeit.de/elbvertiefung. Dann schicken wir Ihnen die neue Elbvertiefung, solange Sie wollen, immer montags bis freitags ab 6 Uhr.
 
 
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