Nervosität am Gasmarkt, das Ende des iPods, Bahnreisen durch Europa

Der Morgenüberblick am Donnerstag, den 12. Mai
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Was jetzt?
Der Morgenüberblick am Donnerstag, den 12. Mai

von Jochen Wegner
Chefredakteur ZEIT ONLINE

Guten Morgen! Die Ukraine will Gas künftig auf alternativen Routen durchleiten, der Corona-Krisenstab wird eingestellt, ebenso die iPod-Produktion, und die neue ZEIT ist da.

Krieg in der Ukraine

© Julia Kochetova
© Julia Kochetova

Nachdem sie die Durchleitung von Gas in der Region Luhansk gestoppt hat, stellt die Ukraine alternative Routen in Aussicht. Russland hält eine Umleitung für technisch unmöglich. In Europa sind die Folgen kaum spürbar, die Entwicklung sorgt aber für Nervosität, analysiert Marlies Uken.

Führen Waffenlieferungen zur Eskalation? Die Schriftstellerinnen Juli Zeh und Thea Dorn diskutieren. (Z+) Ist die Bundesregierung dabei wirklich so knausrig? Wir haben nachgerechnet.

In Moskau flanieren die Menschen in der Frühlingssonne. Vom Krieg und den Sanktionen ist nichts zu sehen, berichtet Jens Siegert.

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Eine prominente Reporterin von Al-Dschasira ist im Westjordanland erschossen worden. Der Sender beschuldigt die israelische Armee, Israel weist das zurück. Die Suche nach der Schuld birgt neues Konfliktpotential, schreibt Steffi Hentschke.

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Apple stellt die Produktion des iPods ein. In ihrem Nachruf beschreibt Lisa Hegemann, die Leiterin unseres Digitalressorts, wie der MP3-Player das Musikhören revolutionierte. Die Online-Redaktion hat derweil in alten Modellen nach Erinnerungen gestöbert. (Erstaunlich, wie viele Menschen archaische Gadgets horten.) Cult of Mac zeigt die Geschichte des iPods in Bildern.

Die wichtigsten Corona-Zahlen

Nach unseren Daten wurden gestern 97.208 Neuinfektionen erfasst, rund 9.500 Fälle weniger als eine Woche zuvor. Außerdem wurden 236 Todesfälle registriert (9 mehr als in der Vorwoche).

Bemerkenswert

Müssen Sie noch nicht los? Das empfehle ich Ihnen zur Morgenlektüre.

Sie wollen mit dem Zug von Hamburg nach Lissabon? Bahnreisen quer durch Europa sind zwar kompliziert, aber möglich. Katharina Kutsche gibt hilfreiche Tipps für die Planung. (Z+) 

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© Carlos Garcia
© Carlos Garcia

China hält trotz Kritik an seiner strikten Null-Covid-Politik fest. Shanghai lebt seit Wochen mit einem Lockdown. Bilder aus einer dystopisch wirkenden Millionenstadt

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Uwe Tellkamp hat die lang erwartete Fortsetzung seines Erfolgsromans Der Turm veröffentlicht. Viel Aufwand, wenig Ertrag, urteilt ZEIT-Literaturchef Adam Soboczynski über das 900-Seiten-Werk. Der Süddeutschen Zeitung erklärt Tellkamp im Interview, er schreibe keine klassischen Romane, sondern Utopien.

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Vor 25 Jahren hat der IBM-Computer Deep Blue den Schachweltmeister Garri Kasparow besiegt. Yves Bellinghausen erklärt, welche beeindruckenden Fortschritte Künstliche Intelligenz seither gemacht hat.

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Der Schauspieler James Cromwell hat seine Hand an einem Starbucks-Tresen festgeklebt – um damit gegen Preisaufschläge für pflanzenbasierte Milch zu protestieren. Der Guardian beschreibt, was Cromwells Aktivismus so besonders macht

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Ein frisches Croissant, ein Strauß Blumen, das Vogelzwitschern am Morgen: Influencer auf TikTok und Instagram werben dafür, Glück in den einfachen Dingen zu finden. Der Trend überlebt auch die Pandemie, schreibt die New York Times.

Wollen Sie uns hören?

Im Schwester-Podcast dieses Newsletters Was jetzt? sprechen wir heute darüber, warum die Inflation so hoch ist wie seit Jahrzehnten nicht mehr und was man dagegen tun kann. Außerdem geht es um die Krise in Sri Lanka.

Wir wünschen einen guten Tag!

Das war eine neue Ausgabe unseres möglichst kurzen Newsletters am Morgen, Redaktionsschluss war um 6.00 Uhr. Wie waren wir? Schreiben Sie uns!  Ganz gut? Abonnieren Sie uns! 

Die nächtliche Recherche, Redaktion und Produktion hat heute wieder der stets so perfekte Mathias Peer in Bangkok übernommen. In Berlin fragen wir uns, ob sich hinter diesem Namen in Wahrheit ein System der nächsten Generation Künstlicher Intelligenz verbirgt und laden währenddessen unseren alten iPod auf, den wir in einem angegilbten iPad-Karton aufbewahren, in dem sich unter anderem auch die erste Version des Blackberry befindet, eine frühe Flip-Videokamera und die erste GPS-Uhr von Suunto. Was haben Sie noch so in der Schublade? Wir freuen uns über Ihre Mail