Angriffe auf Bahnanlagen, Zinserhöhung, gerechte Familienarbeit

Der Morgenüberblick am Donnerstag, 5. Mai 2022
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Was jetzt?
Der Morgenüberblick am Donnerstag, 5. Mai 2022

von Rieke Havertz
Redaktionsleiterin ZEIT ONLINE

Guten Morgen! Der stellvertretende Chef des russischen Präsidialamtes ist in die fast vollständig eroberte ukrainische Stadt Mariupol gereist. Offenbar, um dort für den 9. Mai eine Militärparade zu planen. Unterdessen verstärkt die russische Armee den Beschuss von Bahnhöfen, um Waffenlieferungen zu unterbinden. Deutsche Intellektuelle fordern in der heute erscheinenden neuen ZEIT in einem offenen Brief an den Bundeskanzler, diese Lieferungen kontinuierlich fortzusetzen. Die US-Notenbank Fed hat ihren Leitzins angehoben. Und Real Madrid steht nach einer irren Aufholjagd im Finale der Champions League.

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Die Lage in der Ukraine

© Alexander Ermochenko/Reuters
© Alexander Ermochenko/Reuters

Russland beschießt verstärkt Städte im Westen der Ukraine und zielt auf Bahnstationen, um Waffenlieferungen aus dem Westen zu stoppen.

Ist Deutschland in der Ukraine längst Kriegspartei geworden? Vizekanzler Robert Habeck spricht im Interview über die deutschen Waffenlieferungen und sagt: "Wir treffen höchst bedrückende Entscheidungen." (Z+)

© Hannes Jung für ZEIT ONLINE; Sean Gallup/​Getty Images; IPON/​imago images
© Hannes Jung für ZEIT ONLINE; Sean Gallup/​Getty Images; IPON/​imago images

Intellektuelle um den Publizisten Ralf Fücks plädieren in einem offenen Brief für die kontinuierliche Lieferung von Waffen an die Ukraine. "Europa darf die Ukraine nicht fallen lassen", schreiben die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner. 

Igor Wolobujew, Ex-Topmanager der Gazprombank, ist in die Ukraine geflohen und will gegen Russland kämpfen. Ingo Malcher hat ihn in seinem Versteck erreicht, wo er auf seinen Einsatz wartet. Er sagt: "Putins Leute finden mich überall." (Z+)

Seit dem Krieg interessieren sich mehr junge Menschen für die Bundeswehr. Mein Kollege Sascha Lübbe hat ein Assessment-Center der Truppe besucht und die Interessierten gefragt, was sie antreibt. (Z+)

Viele Kinder aus der Ukraine haben im Krieg und auf der Flucht Traumata entwickelt. Wie man mit ihnen umgehen kann, erklärt eine Kinderpsychiaterin im Gespräch mit meiner Kollegin Katrin Hörnlein. (Z+) 

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Die Bundesregierung hat das Recht auf schnelles Internet beschlossen. Damit gibt es erstmals einen Rechtsanspruch auf Breitbandinternet in Deutschland. 

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Die wichtigsten Corona-Zahlen

Nach unseren Daten wurden gestern 106.558 Neuinfektionen erfasst, rund 35.000 Fälle weniger als eine Woche zuvor. Außerdem wurden 229 Todesfälle registriert (52 weniger als in der Vorwoche).

Bemerkenswert

Ist nach dem ersten Kaffee zum wach werden noch Zeit für einen Cappuccino? Dann möchte ich Ihnen diese Beiträge empfehlen.

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Geht da noch was bei der gleichberechtigten Familienarbeit? Fünf Tipps, wie man die Vaterrolle selbstbewusster und gerechter ausfüllt. (Z+)  

Mein Kollege Daniel Haas hat für Sie schon einmal den neuen Doctor Strange geschaut. Sein Urteil: Doctor Strange in the Multiverse of Madness ist die Film gewordene Quersumme aus Actionirrsinn, digitalen Sperenzchen, Modernekritik und Therapie.

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Für die einen ist er der größte Stratege, für die anderen der Querpass-Toni. Was stimmt denn jetzt? Meine Kollegen Fabian Scheler und Oliver Fritsch sprechen in der zweiten Folge unseres Fußballpodcasts Kicken Kann Er über Toni Kroos.

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© Angelika Schwaff
© Angelika Schwaff

Endlich wieder grüner Spargel! Besonders gut macht er sich mit starken Begleitern. Wie in diesem Rezept für Spargelsalat mit Pesto, Bacon und Zabaione. (Z+) 

Wollen Sie uns hören?

Im Schwester-Podcast dieses Newsletters Was jetzt? geht es heute um die offenen Briefe in der Debatte um Waffenlieferungen für die Ukraine. Außerdem spricht meine Kollegin Anna Mayr über ihre Probefahrt mit einem Gepard-Panzer.

Wir wünschen einen guten Tag!

Das war eine neue Ausgabe unseres Newsletters am Morgen, Redaktionsschluss war heute um 5.30 Uhr. Wir versuchen, ihn so kurz wie möglich zu halten, damit Sie früh mit wenigen Wischgesten informiert sind.

Hat Ihnen die Ausgabe gefallen? Was fehlt Ihnen, was gefällt Ihnen? Ist der Letter zu lang oder zu kurz? Schreiben Sie uns! 

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Die nächtliche Vorrecherche und frühe Produktion hat heute Mathias Peer in Bangkok übernommen. In Berlin beträgt die Radstrecke zwischen Haustür und Freibad exakt vier Minuten.