Infektionsschutz, Ukraine-Konflikt, Tagträume

Der Morgenüberblick am Mittwoch, den 14. April
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Was jetzt?

Der Morgenüberblick am Mittwoch, den 14. April

von Michael Stürzenhofecker
Chef vom Dienst ZEIT ONLINE

Guten Morgen! Es gibt fast eine Bundesnotbremse, neue Zweifel an der Luca-App, keinen Kanzlerkandidaten der Union, erhebliche Spannungen in der Ukraine und gute Gründe, dennoch Tagträumen nachzuhängen. 

Falls Sie wie ich an einem Ort wohnen, an dem die Corona-Inzidenz konstant über 100 liegt, sollten Sie sich auch auf neue Einschränkungen gefasst machen. Die Bundesregierung hat sich auf eine entsprechende Änderung des Infektionsschutzgesetzes verständigt. Jetzt beraten Bundestag und Bundesrat über den Entwurf – gut möglich, dass er am Ende wieder ganz anders aussieht.

Die Kontaktverfolgungs-App Luca soll viele Einschränkungen verzichtbar machen. Allerdings gibt es neue Zweifel an der Datensicherheit, eine Gruppe junger Expertïnnen hat eine weitere Schwachstelle entdeckt, berichten meine Kollegïnnen Jakob von Lindern und Eva Wolfnagel.

Die Union steckt mitten im Wahlkampf – im internen. Armin Laschet und Markus Söder haben gestern in der Bundestagsfraktion von CDU und CSU für sich geworben. Teilnehmern zufolge ging es dabei hoch her. Sollten je Zweifel bestanden haben, ob Söder nur blufft, sind sie jetzt ausgeräumt, schreibt mein Kollege Ferdinand Otto.

Joe Biden will nach Angaben aus Regierungskreisen alle US-Soldaten bis zum 11. September aus Afghanistan abziehen, Großbritannien schließt sich einem Bericht zufolge an. Heute beraten die Nato-Staaten unter anderem über die Zukunft dieses Einsatzes.

Außerdem sprechen sie über eine mögliche Eskalation des Ukraine-Konflikts. Russland hat an der Grenze Tausende Soldaten zusammengezogen und schweres Geschütz aufgefahren. Was wie Kriegsvorbereitung aussieht, könnte genau das sein, schreibt meine Kollegin Simone Brunner. Biden hatte seinem Amtskollegen Wladimir Putin deshalb ein Treffen in einem Drittland vorgeschlagen.

Protest in Minnesota

Nach der Tötung eines Schwarzen bei einem Polizeieinsatz im US-Bundesstaat Minnesota sind die verantwortliche Polizistin und der örtliche Polizeichef zurückgetreten. Die Proteste gehen weiter. / © Kerem Yucel/AFP/Getty Images

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Aktuelle Corona-Zahlen

Die Infektions- und Todeszahlen steigen weiter: Nach unseren Daten haben die Gesundheitsämter gestern 15.312 neue Ansteckungen festgestellt; das sind 5.459 mehr als eine Woche zuvor. Zugleich wurden 381 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus registriert, 154 mehr als am Dienstag vor einer Woche. Das veränderte Meldeverhalten während der Osterfeiertage macht die Zahlen allerdings schwer vergleichbar.

Die aktuellen Coronavirus-Fallzahlen

Bisher sind 13.540.814 Menschen in Deutschland geimpft (16,3 Prozent), davon haben 5.117.004 (6,2 Prozent) bereits die zweite Impfdosis erhalten.

Bemerkenswert

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Ali Dönmez fastet im Ramadan. Doch nicht Hunger und Durst kosten ihn Kraft, es sind die überheblichen Bemerkungen, die Muslime im Fastenmonat aushalten müssen, schreibt er in einem Gastbeitrag.

Ich arbeite gerade die meiste Zeit von zu Hause und ja, es fällt manchmal schwer, am Küchentisch zu fokussieren. Das sollte ich auch gar nicht, schreibt die New York Times. Vielmehr sei es sogar höchst erbaulich, Tagträumen nachzuhängen. Aber nur den positiven!

Sophie von Stockhausen war Managerin, bis sie vor 16 Jahren anfing, ihr Augenlicht zu verlieren. Seitdem lernt die Alleinerziehende, das Leben anders wahrzunehmen. Meine Kollegin Caroline Rosales hat sie begleitet.

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In unserem Nachrichten-Podcast Was jetzt? spricht meine Kollegin Susan Djahangard unter anderem mit unserer US-Korrespondentin Rieke Havertz über die Situation in Minnesota, nachdem dort erneut ein Schwarzer durch die Polizei getötet wurde.

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Die nächtliche Vorrecherche und frühe Produktion hat heute unsere Kollegin Christina Felschen in Vancouver übernommen. In Berlin konzentrieren wir uns nun auf Tagträume und wünschen einen schönen Tag!

Känguru

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