Armin Laschet, George Floyd und radfahrende Autohasser

Der Morgenüberblick am Dienstag, den 20.4.
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Was jetzt?

Der Morgenüberblick am Dienstag, den 20. April

von Markus Horeld
Stellvertretender Chefredakteur ZEIT ONLINE

Guten Morgen! Die Union hat (höchstwahrscheinlich) einen Kanzlerkandidaten, die Corona-Zahlen sinken im Vergleich zur Vorwoche leicht und ein Fahrradfahrer macht seinem Ärger Luft.

Der CDU-Bundesvorstand hat sich in der Nacht mehrheitlich für Parteichef Armin Laschet als Kanzlerkandidaten ausgesprochen. Ist das nun die Entscheidung? Wahrscheinlich. CSU-Chef Markus Söder hatte zuvor angekündigt, das Ergebnis akzeptieren zu wollen. Nach dem wochenlangen Streit hinkt Laschet nun Richtung Bundestagswahl, schreibt mein Kollege Ferdinand Otto.

Im Prozess um den gewaltsamen Tod des Schwarzen George Floyd in Minneapolis hat die Staatsanwaltschaft gefordert, den angeklagten weißen Ex-Polizisten wegen Totschlags zu verurteilen. Jetzt entscheiden die Geschworenen über seine Schuld oder Unschuld. Sie stehen vor einer fast unmenschlichen Aufgabe, schreibt meine Kollegin Rieke Havertz.

Die Briten haben wieder Grund zum Feiern. Nach einem harten Lockdown und mehr als 30 Millionen Impfungen ist die landesweite Corona-Inzidenz auf 30 gesunken. Premier Boris Johnson profitiert von der guten Stimmung. Er verkauft die Erfolge als Ergebnis des Brexits, berichtet meine Kollegin Bettina Schulz.

Kapstadt im Rauch: Ein Großbrand hat am Montag in der südafrikanischen Metropole Teile der Universitätsbibliothek sowie mehrere Wohnhäuser zerstört. © Mike Hutchings/Reuters

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Aktuelle Corona-Zahlen

Die Gesundheitsämter haben nach unseren Daten im Vorwochenvergleich leicht sinkende Infiziertenzahlen erfasst. Bundesweit wurden 12.618 Neuinfizierte gemeldet – rund 300 weniger als vor einer Woche. Zudem wurden 225 Todesfälle registriert.

Die aktuellen Coronavirus-Fallzahlen

Nach unseren Daten mit Stand von gestern sind bisher 16.428.425 Menschen in Deutschland geimpft worden (19,8 Prozent der Bevölkerung), 5.515.165 von ihnen haben auch schon die zweite Impfung erhalten (6,6 Prozent der Bevölkerung). Aktuelle Impfzahlen finden Sie im Laufe des Tages auf ZEIT ONLINE.

 

Bemerkenswert

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"Meine Radikalisierung" nennt mein Kollege Henning Sußebach seine Verwandlung vom Autoliebhaber und Gelegenheitsradfahrer zum Radenthusiasten und Autohasser. Passiert ist sie auf der Straße, wo seit Jahren ein völlig ungleicher und oft tödlicher Kampf zwischen beiden Verkehrsmitteln stattfindet. (Ich bin nicht so mutig wie er. Niemals würde ich es wagen, hier draußen im Oderbruch mit dem Rad eine Landstraße zu befahren.)

Unser Autor dachte, als Radfahrer handele er zum Wohle aller. Bis er merkte, wie die Autofahrer ihn behandeln: als Verkehrshindernis. © Illustration: Benedikt Luft

Lucas ist 23 und studiert in Gelsenkirchen Journalismus und PR. Dass nun das dritte digitale Semester beginnt, ist für ihn keine Belastung, wie für viele andere Studierende, sondern eine Erleichterung. Denn Lucas sitzt im Rollstuhl. "Ich könnte mich glatt daran gewöhnen, keine 'lustigen' Menschen mehr um mich herum zu haben, die alle Knöpfe vom Aufzug drücken, ohne einzusteigen", erzählt er meiner Kollegin Laura Lindemann.

Filme über Amerikas wilden Westen waren lange Zeit Geschichten von Männern über Männer. Eine neue Generation von Filmemacherinnen zeigt nun, dass das alte Genre gar nicht so eindimensional sein muss. Für einen modernen Western sind nicht einmal Pistolen nötig, schreibt Jordan Kisner in The Atlantic.

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In unserem Nachrichten-Podcast Was jetzt? erklärt mein Kollege Mark Schieritz, was hinter den US-Forderungen nach einem internationalen Mindeststeuersatz steckt. Außerdem geht es um einen internen Bericht über die Ermittlungsfehler im Umgang mit dem NSU.

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Die nächtliche Vorrecherche und frühe Produktion hat heute unser Kollege Mathias Peer in Bangkok übernommen. Und hier in Brandenburg hat ein Waschbär (oder Marder?) im Dach die Lettererstellung begleitet. Kommen Sie gut in den Tag!

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