Peking setzt Kader ins Uni-Rektorat, Verhaftungswelle in der Türkei Wissenschaftler sind weltweit alarmiert. Die Regierung in Peking hält Chinas Hochschulen immer kürzer und scheut mittlerweile nicht mehr davor zurück,
linientreue Kader an die Unispitze zu setzen. Vergangenen Monat wurde der bisherige Präsident der
Universität Peking, Lin Jianhua, kurzfristig seines Amtes enthoben. Die international renommierte Universität wird jetzt vom
ehemaligen Vize-Bildungsminister Hao Ping geführt (
InsideHigherEd). "The fact that someone with such close links with the party-state apparatus - the same apparatus imprisoning millions in Xinjiang and eliminating civil society throughout China - should become the head of Peking University, one of the best universities in China and ostensibly a top global university,
highlights just how serious the already quite distressing political environment in China has become, and makes a mockery of hardworking academics there who simply want to think and speak freely like their colleagues elsewhere”, bewertet der australische Sinologe Kevin Carrico (Macquarie University) die Lage. Unter fortgesetztem Druck steht auch die Wissenschaft in der
Türkei. Bei einer neuerlichen
Verhaftungswelle sind landesweit zahlreiche Akademiker festgesetzt worden. Unter den Inhaftierten sind
Ali Hakan Altinay, Leiter der Istanbuler
European School of Politics, und
Turgut Tarhanli, stellvertretender Dekan der juristischen Fakultät der renommierten
Bilgi-Universität in Istanbul (
ZEIT Online,
Tagesspiegel).