21. SozialerhebungJetzt ist es raus: Studierende in Deutschland haben durchschnittlich
918 Euro zur Verfügung, 68 Prozent jobben neben dem Studium und das meiste Geld geht für die Miete drauf. Sie sind durchschnittlich 24,7 Jahre alt und immer mehr von ihnen wollen Ingenieure werden. Zumindest die Männer; Studentinnen entscheiden sich mehrheitlich für sprach- und kulturwissenschaftliche Fächer. Sechs Prozent der Studierenden sind verheiratet, 48 Prozent leben in einer festen Beziehung, 46 Prozent sind Single (oder waren es zumindest zum Zeitpunkt der Online-Befragung 2016). Überhaupt, Online: Nie zuvor konnten Daten so vieler Studis analysiert werden, denn erstmals lief die
Sozialerhebung, die das Deutschen Studentenwerk (DSW) initiiert, das DZHW durchführt und das BMBF finanziert, über das Netz. So beteiligten sich 2016 knapp
60.000 Studierende (2012 waren es 16.000 ). Über die Details haben Kollegen bereits Längeres verfasst (
SZ;
Tagesspiegel;
SpOn;
Stern;
Welt). Nur: Wo ist denn bloß die
Bildungstrichter-Grafik abgeblieben? Sie wurde aus der Sozialerhebung rausgeschmissen, munkeln
taz und
Freitag. Macht nix, wie es um die
soziale Ungleichheit an deutschen Hochschulen bestellt ist, konnte man vor Kurzem mit Zahlen des Stifterverbands schon in der
ZEIT nachlesen.