Ende der Ära Löw, Afghanistan-Einsatz, Unwetter

Der Morgenüberblick am Mittwoch, den 30. Juni
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Was jetzt?

Der Morgenüberblick am Mittwoch, den 30. Juni

von Michael Stürzenhofecker
Chef vom Dienst ZEIT ONLINE

Guten Morgen! Die Fußball-EM muss ohne Deutschland weitergehen, der Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr ist beendet, Annalena Baerbock wehrt sich gegen Plagiatsvorwürfe und wie schnell die Zeit doch vergeht.

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat das letzte Spiel unter Bundestrainer Jogi Löw verloren. Die Mannschaft scheidet nach einer 2:0-Niederlage gegen England im Achtelfinale der Europameisterschaft aus. Verdientermaßen, kommentiert mein Kollege Christian Spiller. Nun rächten sich die Versäumnisse des Bundestrainers, analysiert Oliver Fritsch.

Die letzten Bundeswehrsoldatïnnen haben Afghanistan verlassen. Damit ist die deutsche Beteiligung an den Nato-Einsätzen nach 20 Jahren beendet. In dem Land rücken nun radikale Milizen vor.

Annalena Baerbock verteidigt ihr neues Buch gegen einen Plagiatsvorwurf. Die Grünen sprechen von "Rufmord" und haben einen Anwalt eingeschaltet. Meine Kollegen fragten Rechtswissenschaftler, was an den Vorwürfen dran ist.

Gewitter

Heftige Gewitter sind über mehrere Regionen in Deutschland gezogen, wie hier in Frankfurt am Main. Heute drohen erneut Unwetter in vielen Teilen des Landes. © Arne Dedert/dpa

Russische Kampfjets haben nach Angaben der Niederlande Scheinangriffe gegen ein niederländisches Kriegsschiff im Schwarzen Meer geflogen. Die HNLMS Evertsen war demnach südöstlich der von Russland besetzten Krim in internationalen Gewässern unterwegs, als sie vor einigen Tagen bedroht wurde.

Aktuelle Corona-Zahlen

Die Gesundheitsämter melden weiterhin sinkende Corona-Zahlen: Nach unseren Daten wurden gestern 549 Neuinfektionen und 56 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 registriert. Das sind 86 Neuinfektionen und 13 Todesfälle weniger als am Dienstag vor einer Woche.

Die aktuellen Coronavirus-Fallzahlen

Bisher sind nach unseren Recherchen 44,9 Millionen Menschen in Deutschland mindestens einmal geimpft worden (54,0 Prozent), 29,3 Millionen (35,8 Prozent) von ihnen haben bereits den vollen Impfschutz.

Bemerkenswert

Noch Kaffee oder Tee – und Muße? Diese Beiträge könnten Sie ebenfalls interessieren.

Die Zeit vor der Corona-Pandemie scheint mir fast vergessen, die Monate in Lockdown und Homeoffice aber verflogen. Wie schnell vergeht die Zeit? Die Psychologin Isabell Winkler hat es meinem Kollegen Henning Sußebach erklärt. (Z+)

Hartmud Lamprecht hat sein Leben lang gejobbt oder war arbeitslos. Einen geraden Plan fürs Leben hatte er nie. Was sich einer wünscht, der sich einen "Loser" nennt, hat er unserer Autorin Lisa McMinn erzählt.

Die 49

© Lucas Wahl für ZEIT ONLINE

Sommerrollen, Phở und Bánh Mì: Vietnamesisches Essen ist nicht nur bei mir beliebt. Wo aber endet Anerkennung und wo beginnt kulturelle Aneignung, fragen Vanessa Vu und Minh Thu Tran in ihrem Podcast "Rice and shine".

Was können Teenager tun, wenn Eltern ihnen die Coronaimpfung verbieten? Der New Yorker hat mit einem 16-Jährigen gesprochen, anonym, der sich als einziger Ungeimpfter an seiner Schule ausgeschlossen fühlt.

"Alternativlosigkeit", "Abwahl quasi ausgeschlossen", "Deutschland zahlt": Stefan Aust und Katrin Klocke haben einen erstaunlichen Ansatz gewählt bei ihrer fast fünfstündigen Doku über Angela Merkel, findet mein Kollege Dirk Peitz.

Wollen Sie uns hören?

Im Schwester-Podcast dieses Newsletters Was jetzt? berichtet ZEIT-Korrespondentin Lea Frehse von der Krise im Libanon und unsere Autorin Vera Sprothen erklärt, warum Australien nach einem fast sorgenfreien Jahr hektisch in den Corona-Lockdown geht.

Wir wünschen einen guten Tag!

Das war eine neue Ausgabe unseres Newsletters am Morgen, Redaktionsschluss war heute um 6 Uhr. Wir geben uns Mühe, ihn so kurz wie möglich zu halten, damit Sie beim ersten Kaffee oder Tee mit zwei Wischgesten informiert sind.

Haben Sie Hinweise für die nächste Ausgabe? Was gefällt Ihnen, was stört Sie, was fehlt? Ist der Letter zu lang oder zu kurz? Schreiben Sie uns!

Leiten Sie diesen Newsletter gerne weiter. Er lässt sich hier abonnieren.

Die nächtliche Vorrecherche und frühe Produktion hat heute Christina Felschen in Vancouver übernommen. In Berlin wird nach Regenschirm und -Jacken gekramt. Kommen Sie gut durch den Tag!

Känguru

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Elfmeter-Drama, Einreiseregeln, Unwetter

Der Morgenüberblick am Dienstag, den 29.6.
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Der Morgenüberblick am Dienstag, den 29. Juni

von Till Schwarze
Chef vom Dienst ZEIT ONLINE

Guten Morgen! Favorit Frankreich ist bei der Fußball-EM im Elfmeterschießen gegen die Schweiz ausgeschieden, die AfD beschäftigt sich mit ihrer Berateraffäre, Unwetter ziehen über Deutschland und heute spielt Deutschland im Achtelfinale gegen England.

Bei der Fußball-EM hat die Schweiz überraschend Weltmeister Frankreich mit 8:7 im Elfmeterschießen besiegt. Spanien erreichte das Viertelfinale mit einem 5:3-Sieg in der Verlängerung gegen Kroatien. 

Vorerst wird es keine strengeren Einreiseregeln in Deutschland geben. Mehrere Bundesländer hatten wegen der sich ausbreitenden Delta-Mutante stärkere Kontrollen von Urlaubsrückkehrern gefordert, was die Bundesregierung aber ablehnt. Was Reisende aus einem Virusvariantengebiet wie Portugal jetzt wissen sollten, hat mein Kollege Matthias Kirsch zusammengefasst.

Die AfD will mit einer Untersuchungskommission den Einfluss des dubiosen Beraters Tom Rohrböck aufklären. Die ZEIT hatte zusammen mit dem NDR und WDR vergangene Woche berichtet, dass Rohrböck seit Gründung der Partei großen Einfluss auf Funktionäre und Ausrichtung der Partei genommen hatte.

Im Konflikt um die äthiopische Region Tigray haben Aufständische die Regionalhauptstadt Mekele offenbar weitgehend kampflos eingenommen. Die Regierung kündigte eine sofortige Waffenruhe an.

Starkregen, Sturm und Hagel: Im Südwesten Deutschlands ist es zu starken Unwettern gekommen. Straßen wurden überschwemmt und Keller überflutet. © Alexander Hald/dpa

Aktuelle Corona-Zahlen

Die Gesundheitsämter haben nach unseren Daten im Vorwochenvergleich erneut sinkende Infiziertenzahlen erfasst. Bundesweit wurden 340 Neuinfizierte gemeldet – 192 weniger als vor einer Woche. Zudem wurden 29 Todesfälle registriert.

Die aktuellen Coronavirus-Fallzahlen

Nach unseren Daten mit Stand von gestern sind bisher 44,6 Millionen Menschen in Deutschland geimpft worden (53,6 Prozent der Bevölkerung), 29,4 Millionen von ihnen sind vollständig geimpft (35,3 Prozent der Bevölkerung). Aktuelle Impfzahlen finden Sie im Laufe des Tages auf ZEIT ONLINE.

Bemerkenswert

Noch Kaffee oder Tee – und Muße? Diese Beiträge könnten Sie ebenfalls interessieren.

Wie gespalten ist die deutsche Gesellschaft? Vielleicht teilen Sie den Eindruck, dass durch die Pandemie der Zusammenhalt schwindet. Zwei Forscherïnnen, die sich mit der Frage beschäftigen, kommen aber zu dem Schluss: In Deutschland gebe es keine Spaltung, lediglich Polarisierung. Wir könnten nur ganz schlecht aushalten, wenn jemand anderer Meinung ist. (Z+)

Als Vater zweier kleiner Kinder muss ich zugeben: auch ich greife manchmal zum Quetschie, diesem Fruchtmus zum Aussaugen. Es ist halt nicht immer die Zeit zum Schnippeln von frischem Obst und Gemüse. Doch sind die Quetschies nicht nur viel zu süß, wie ich hier lesen musste. Sie können auch die Geschmacksbildung beeinflussen. (Z+)

Marlene Engelhorn hat ein Problem, was für viele Menschen eher ein Traum wäre: sie ist Millionen-Erbin. Wo das Problem ist? Die Pharmaerbin will das Geld nicht, sie will es dem Staat spenden. August Modersohn hat Engelhorn getroffen. (Z+)

Der Frage, warum ein Mensch zum Verbrecher wird, geht meine Kollegin Frida Thurm in der Serie Täterwissen nach. Mit Wolfgang Schomburg, ehemaliger Richter am UN-Tribunal für das frühere Jugoslawien, sprach sie über die Ermordung und Vertreibung Tausender bosnischer Muslime 1992 in Prijedor. Der Haupttäter war Arzt und Vater, der zum Massenmörder wurde. (Z+)

© Julia Sellmann für ZEIT ONLINE

Vor einem Jahr hat China ein sogenanntes Sicherheitsgesetz für Hongkong erlassen. Die Regierung in Peking nutzte es, um Aktivisten festzunehmen, oppositionelle Medien stumm zu schalten und Lehrpläne umzuschreiben. Die New York Times beschreibt, wie es zu dem rasanten Freiheitsverlust in der früheren britischen Kolonie kam – und warum man schon vor Jahren hätte wissen können, was Präsident Xi Jinping vorhat.

Wollen Sie uns hören?

Im Schwester-Podcast dieses Newsletters Was jetzt? spricht mein Kollege Fabian Scheler über das EM-Achtelfinale zwischen Deutschland und England. Außerdem geht es um das Einfrieren von Eizellen.

Wir wünschen einen guten Tag!

Das war eine neue Ausgabe unseres Newsletters am Morgen, Redaktionsschluss war heute um 6 Uhr. Wir geben uns Mühe, ihn so kurz wie möglich zu halten, damit Sie beim ersten Kaffee oder Tee mit zwei Wischgesten informiert sind.

Haben Sie Hinweise für die morgige Ausgabe? Was gefällt Ihnen, was stört Sie, was fehlt? Ist der Letter zu lang oder zu kurz? Schreiben Sie uns! 

Leiten Sie diesen Newsletter gerne weiter. Er lässt sich hier abonnieren.

Die nächtliche Vorrecherche und frühe Produktion hat heute Mathias Peer in Bangkok übernommen. In Berlin kam die Frage auf, was nun aus der Führung im EM-Tippspiel wird, wenn Frankreich nicht mehr Europameister werden kann. Haben Sie einen schönen Tag!

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