Impfung für Kinder, entfesselte Regime, Metaversum

Der Morgenüberblick am Dienstag, den 3. August
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Der Morgenüberblick am Dienstag, den 3. August

von Sasan Abdi-Herrle
Chef vom Dienst ZEIT ONLINE

Guten Morgen! Die Politik setzt sich über die Stiko hinweg, Polen hilft Kristina Timanowskaja, die USA sehen Kriegsverbrechen in Afghanistan und die Corona-Zahlen steigen leicht.

Die Gesundheitsministerïnnen haben die Impfung für Kinder ab zwölf Jahren freigegeben. Der Hausärzteverband und die Ständige Impfkommission (Stiko) kritisieren die Entscheidung; die Stiko will eine solche Empfehlung bisher nicht aussprechen. "Die Politik missachtet medizinische Expertise und hat sich immer wieder in unsere Arbeit eingemischt", sagte Kinderarzt und Stiko-Mitglied Martin Terhardt

Die polnische Botschaft in Tokio hat der belarussischen Sprinterin Kristina Timanowskaja ein Visum gewährt, nachdem sie wegen Kritik an ihren Trainern unter Zwang nach Hause geschickt werden sollte. Polens Regierungschef Mateusz Morawiecki fordert Konsequenzen für das Regime von Machthaber Alexander Lukaschenko. Der Fall zeigt, wie entfesselt es agiert, analysiert unsere Autorin Simone Brunner.

Kristina Timanowskaja

"Auf mich wird Druck ausgeübt": Kristina Timanowskaja in Tokio // © Vegard Wivestad Grott/​imago

Die USA werfen den Taliban Kriegsverbrechen im Süden von Afghanistan vor. Im Bezirk Spin Boldak seien zahlreiche Zivilisten getötet worden, nachdem die Taliban die Region kürzlich erobert hatten, teilte die US-Botschaft in Kabul mit.

Malaika Mihambo hat bei den Olympischen Spielen die Goldmedaille im Weitsprung gewonnen. Sie sprang in ihrem letzten Versuch 7,00 Meter.

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Aktuelle Corona-Zahlen

Die Gesundheitsämter haben nach unseren Daten gestern 1.402 Neuinfektionen registriert, 95 mehr als eine Woche zuvor. Zudem wurden acht weitere Todesfälle erfasst, am Dienstag vor einer Woche waren es 14 gewesen.

Bisher sind nach unseren Recherchen 51,3 Millionen Menschen in Deutschland mindestens einmal geimpft worden (61,7 Prozent), 43,4 Millionen (52,2 Prozent) von ihnen haben bereits den vollen Impfschutz.

Bemerkenswert

Noch Kaffee oder Tee – und Muße? Diese Beiträge könnten Sie ebenfalls interessieren.

Metaversum? Als ich Eike Kühls Text zum neuen Lieblingsbegriff der Technologiebranche anlas, dachte ich ignoranterweise zunächst: "Pfff, ein bisschen mehr Virtual Reality also." Aber weit gefehlt.

Die Pille war für Heidi eine Befreiung, Patricia sieht sie skeptisch: Oma und Enkelin haben mit uns über Verhütung, Sex und selbstbestimmte Liebe gesprochen. (Z+)

Die Pille damals und heute

Enkelin und Oma // © ZEIT ONLINE; Fotos: Privat, Lina Bruins/​EyeEm/​Getty Images

Das heutige Debüt des Kletterns bei den Olympischen Spielen sehen viele mit gemischten Gefühlen. Das liegt vor allem daran, dass Speedklettern ein Drittel der Wertung ausmacht – eine Disziplin, die als künstlich gilt und für die Geschichte des Sports belanglos ist. Der weltbeste Allrounder, Adam Ondra, hat deswegen wohl kaum Chancen, wie die New York Times per Augmented Reality veranschaulicht.

Wollen Sie uns hören?

In unserem Nachrichten-Podcast Was jetzt? spricht mein Kollege Jakob Simmank darüber, ob es angesichts des Schulstarts sinnvoll wäre, wenn sich alle über 12-Jährigen impfen ließen. Außerdem geht es um das Klimaprogramm der Grünen.

Wir wünschen einen guten Tag!

Das war eine neue Ausgabe unseres Newsletters am Morgen, Redaktionsschluss war heute um 5.30 Uhr. Wir geben uns Mühe, ihn so kurz wie möglich zu halten, damit Sie beim ersten Kaffee oder Tee mit zwei Wischgesten informiert sind.

Haben Sie Hinweise für die nächste Ausgabe? Was gefällt Ihnen, was stört Sie, was fehlt? Ist der Letter zu lang oder zu kurz? Schreiben Sie uns!

Leiten Sie diesen Newsletter gerne weiter. Er lässt sich hier abonnieren.

Die nächtliche Vorrecherche und frühe Produktion hat heute Christina Felschen in Vancouver übernommen. In Berlin wurde heute nicht nur die Sonne, sondern auch ihre Wärme vermisst, brrrr. Kommen Sie gut in den Tag!

Die Pille damals und heute

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Kostenpflichtige Tests, gegenderte Gesetzestexte, Psychopathen

Der Morgenüberblick am Montag, den 2. August
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Der Morgenüberblick am Montag, den 2. August

von Sasan Abdi-Herrle
Chef vom Dienst ZEIT ONLINE

Guten Morgen! Die Politik diskutiert das Ende kostenfreier Selbsttests, Annalena Baerbock fordert gegenderte Gesetzestexte, Alexander Zverev holt Gold und die neue Woche beginnt vielerorts kühl und wolkig.

Werden Corona-Schnelltests bald kostenpflichtig? Das Thema wurde in der Politik auch am Wochenende diskutiert. Ein richtiger Schritt, der signalisieren würde, dass Irrationalität nicht subventioniert wird, kommentiert mein Kollege Johannes Schneider.

Annalena Baerbock hat sich für gendergerechte Gesetzestexte ausgesprochen. "Ich will Politik für alle Menschen machen und das bedeutet, auch alle mit anzusprechen – und nicht nur mitzumeinen", sagte die grüne Kanzlerkandidatin.

Die belarussische Leichtathletin Kristina Timanowskaja ist bei Olympia in Tokio offenbar nur knapp einer Entführung durch das Regime von Alexander Lukaschenko entgangen. Nachdem sie ihre Trainer kritisiert hatte, sei sie gegen ihren Willen zum Flughafen gebracht worden, sagt Timanowskaja. Die japanische Polizei bietet ihr vorübergehend Schutz; laut der Opposition will sie heute unter anderem in Deutschland um Asyl bitten.

Alexander Zverev hat als erster deutscher Tennisspieler Gold im Einzel gewonnen. Damit hebt er sich auf ein neues Level, berichtet mein Kollege Christof Siemes aus Tokio.

Waldbrände in der Türkei

In Griechenland, Italien und der Türkei (Bild) mussten erneut Menschen vor Waldbränden in Sicherheit gebracht werden. © Kaan Soyturk/​Reuters

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Aktuelle Corona-Zahlen

Die Gesundheitsämter haben nach unseren Daten gestern 1.564 Neuinfektionen registriert, 339 mehr als vor einer Woche. Es wurden keine weiteren Todesfälle erfasst. Vor einer Woche waren zwei Tote gemeldet worden.

Die aktuellen Coronavirus-Fallzahlen

Bisher sind nach unseren Recherchen 51,1 Millionen Menschen in Deutschland mindestens einmal geimpft worden (61,5 Prozent), 42,8 Millionen (51,5 Prozent) von ihnen haben bereits den vollen Impfschutz.

Bemerkenswert

Noch Kaffee oder Tee – und Muße? Diese Beiträge könnten Sie ebenfalls interessieren.

Der Neurologe James Fallon hat die Gehirne von Serienkillern erforscht. Dann stellte er fest, dass sein eigenes denen seiner Untersuchungsobjekte stark ähnelt. Warum war er für seine Mitmenschen nie gefährlich? Bastian Berbner hat die Geschichte für das ZEIT-Dossier recherchiert. (Z+)

James Fallon

Er sei ein "prosozialer Psychopath", sagt James Fallon über sich. © Pat Martin für DIE ZEIT

Die Klimakrise trifft viele Menschen ganz konkret. Wie sehr, hängt auch vom Wohnort ab. Kann man zum Beispiel am Wasser noch sicher leben? Dieser Frage ist unser Wissensressort zum Auftakt einer vierteiligen Serie nachgegangen.

45 Jahre lang gab der Kolumnist Jeff Lowenfels Tipps zum Gärtnern in Alaska. Dabei wurde er zu einem Chronisten des Klimawandels, den er anfangs leugnete, schreibt die New York Times: Wo in den Siebzigern allenfalls Kohl und Kartoffeln gediehen, sprießen heute Okraschoten. 

Wollen Sie uns hören?

Im Schwester-Podcast dieses Newsletters Was jetzt? spricht meine Kollegin Parvin Sadigh darüber, wie Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern den Infektionsschutz zum heutigen Schulstart gewährleisten wollen. Außerdem geht es darum, wie sich Deutschland an den Klimawandel anpassen muss.

Wir wünschen einen guten Tag!

Das war eine neue Ausgabe unseres Newsletters am Morgen, Redaktionsschluss war heute um 5.30 Uhr. Wir geben uns Mühe, ihn so kurz wie möglich zu halten, damit Sie beim ersten Kaffee oder Tee mit zwei Wischgesten informiert sind.

Haben Sie Hinweise für die nächste Ausgabe? Was gefällt Ihnen, was stört Sie, was fehlt? Ist der Letter zu lang oder zu kurz? Schreiben Sie uns!

Leiten Sie diesen Newsletter gerne weiter. Er lässt sich hier abonnieren.

Die nächtliche Vorrecherche und frühe Produktion hat heute Christina Felschen in Vancouver übernommen. In Berlin wurde bedauert, wie dunkel es mittlerweile morgens wieder ist. Kommen Sie gut in die neue Woche!

James Fallon

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Fünfundvierzig Millionen, Zweihundertfünfundsiebzigtausend Dollar ($45.275.000,00)

Hallo lieber Freund Meine Namen sind Herr Yi Huiman, ehemaliger Präsident der Agricultural Bank of China und derzeitiger chinesischer Wertpapieraufsichtsbehörde (CSRC). Ich melde mich bei Ihnen bezüglich des Nachlasses eines verstorbenen Kunden, der vor 12 Jahren ein Investment unter der Leitung unserer Bank platziert hat. In Bezug auf den oben genannten Gegenstand hat der verstorbene Einleger eine Einzahlung von fünfundvierzig Millionen zweihundertfünfundsiebzigtausend Dollar ($45.275.000,00) nur in meiner Filiale vorgenommen das Konto und wir stellten später fest, dass der verstorbene Einzahler an COVID-19-Komplikationen gestorben ist. Vor seinem Tod erwähnte er in unseren Aufzeichnungen weder einen Angehörigen noch einen Begünstigten. Als sein persönlicher Kundenbetreuer und Finanzberater war die Sicherheitsfirma sowie die Geschäftsführung meiner Bank bis heute unter meiner Verantwortung, um einen Angehörigen oder Begünstigten für seinen Nachlass bereitzustellen Es besteht kein Risiko in dieser Angelegenheit, da ich den Schlüssel zu den Fonds besitze und wir eine legitime Methode anwenden werden, da ich alle Papiere haben werde, um Sie zu den nächsten Angehörigen der Fonds zu machen, sobald ich eine Antwort von erhalte Sie. Ich werde Ihnen mehr über diesen Vorschlag erzählen. Sie erreichen mich unter meiner E-Mail: Herr Yi Huiman Vorsitzender der chinesischen Wertpapieraufsichtsbehörde (CSRC) Private E-Mail: mrhuimanmryi@gmail.com

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