ZEIT ONLINE Newsletter - SPD unschlüssig - Gewerkschaften gegen Macron - AIDS: mit Gummi oder ohne

Hinweis: Sollte dieser Newsletter nicht korrekt dargestellt werden, klicken Sie bitte hier.
Zeit Online
TÄGLICHER NEWSLETTER
Politik
SPD verschiebt Entscheidung über Regierungsbildung
Regierungsbildung
 
SPD verschiebt Entscheidung über Regierungsbildung
Der Parteivorsitzende Schulz will sich alle Möglichkeiten offen lassen. Es gebe keinen Automatismus für eine Koalition mit der Union. Am Montag soll entschieden werden.
Video des Artikels starten
Bereitschaft zu Verhandlungen über große Koalition
CDU
 
Bereitschaft zu Verhandlungen über große Koalition
Die CDU bekräftigt ihre Bereitschaft zu Gesprächen mit der SPD. Doch zunächst gelte es abzuwarten, wie sich die SPD positioniert, sagte Bundesgeschäftsführer Klaus Schüler.
Jusos starten Petition gegen große Koalition
Regierungsbildung
 
Jusos starten Petition gegen große Koalition
Die SPD-Jugendorganisation kündigt vehementen Widerstand gegen eine neue Groko an. Und ruft alle SPD-Mitglieder auf, an einer Abstimmung gegen das Bündnis teilzunehmen.
»Ich lasse mir das Wort nicht verbieten«
Karamba Diaby
 
»Ich lasse mir das Wort nicht verbieten«
Karamba Diaby ist der einzige Bundestagsabgeordnete mit afrikanischen Wurzeln. Im Videoporträt spricht der SPD-Politiker über seinen Umgang mit Vorurteilen. VON Jan Lüthje
Erst angepöbelt, dann angegriffen
Angriffe auf Politiker
 
Erst angepöbelt, dann angegriffen
Der Vorfall in Altena hat es erneut deutlich gemacht: Politisch aktiv zu sein, kann gefährlich werden, auch in Deutschland. Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?
Video des Artikels starten
Trumps Ex-Sicherheitsberater Flynn formell beschuldigt
Russland-Affäre
 
Trumps Ex-Sicherheitsberater Flynn formell beschuldigt
Michael Flynn soll über seine Russland-Kontakte im Wahlkampf von US-Präsident Trump gelogen haben. Er werde sich dazu schuldig bekennen, so das US-Justizministerium.
US-Senat verschiebt Abstimmung über Steuerreform
Donald Trump
 
US-Senat verschiebt Abstimmung über Steuerreform
Die Republikaner befürchteten eine Niederlage, deshalb änderten sie den Zeitplan. Nun sollen Abweichler überzeugt werden, doch noch für Trumps Steuerreform zu stimmen.
Die Geschichte als Baumarkt
Russland
 
Die Geschichte als Baumarkt
Unter Putin wird die russische Geschichte umgeschrieben und umgedreht, wie es passt. Was daraus folgt, durchlebt gerade die Krim – und ein Schüler, der ein Referat hielt. VON Michael Thumann
Mnangagwa beruft mehrere Militärs ins Kabinett
Simbabwe
 
Mnangagwa beruft mehrere Militärs ins Kabinett
In Simbabwes neuer Regierung werden mehrere hochrangige Militärs sitzen – darunter auch ein mutmaßlicher Massenmörder. Oppositionspolitiker hingegen fehlen im Kabinett.
Video des Artikels starten
Ausschreitungen nach Präsidentenwahl
Honduras
 
Ausschreitungen nach Präsidentenwahl
Auch vier Tage nach der Präsidentenwahl in dem mittelamerikanischen Land steht noch kein Sieger fest. Das Ergebnis dürfte knapp ausfallen – viele Bürger demonstrieren.
Experten sollen Praljaks Suizid untersuchen
Den Haag
 
Experten sollen Praljaks Suizid untersuchen
Der verurteilte Kriegsverbrecher Praljak hatte nach seinem Schuldspruch Gift genommen – mitten im Gerichtssaal des UN-Tribunals. Nun ermittelt ein unabhängiges Gremium.
Video des Artikels starten
Parlament hält Grenzkontrollen zu Irland für unausweichlich
EU-Austritt
 
Parlament hält Grenzkontrollen zu Irland für unausweichlich
Die britische Regierung möchte in den Brexit-Verhandlungen eine "fließende Grenze" zu Irland durchsetzen. Doch ein Ausschuss des Parlaments findet das unsinnig.
Kaiser Akihito dankt ab
Japan
 
Kaiser Akihito dankt ab
Der japanische Monarch Tenno Akihito saß fast 30 Jahre auf dem Thron. Am 30. April 2019 gibt er den Thron frei. Nachfolgen soll ihm dann sein ältester Sohn, Kronprinz Naruhito.
  ANZEIGE
Mit Design Thinking zur erfolgreichen Innovation
Mit Design Thinking zur erfolgreichen Innovation
Lernen Sie im neuen Business-Seminar »Design Thinking« mit den Experten der renommierten HPI Academy, wie Sie mit kreativen Arbeitsweisen zu innovativen Lösungen gelangen, und erleben Sie anhand einer real gestellten Aufgabe die sechs Phasen dieses Innovationsprozesses selbst mit! Entdecken Sie, worauf es beim Design Thinking wirklich ankommt und welches Potenzial hinter Teamarbeit steckt. Mehr erfahren!
Wirtschaft
"Es gibt ganz klar einen Klassenkampf"
Philippe Martinez
 
"Es gibt ganz klar einen Klassenkampf"
Macrons Reformen sind falsch, Frankreich wird schlechtgeredet, sagt CGT-Chef Philippe Martinez. Wie Frankreichs mächtigste Gewerkschaft den Präsidenten ausbremsen will. VON Lisa Louis AUS Paris
Weltgrößte Lithium-Ionen-Batterie in Betrieb genommen
Tesla
 
Weltgrößte Lithium-Ionen-Batterie in Betrieb genommen
South Australia hat nun eine Batterie, die im Notfall Zehntausende Haushalte kurzzeitig mit Strom versorgen kann. Sie war ein Versprechen von Tesla-Chef Elon Musk.
Frauen und Kinder fördern – nicht Hochzeiten
Gleichberechtigung
 
Frauen und Kinder fördern – nicht Hochzeiten
Unser Steuersystem setzt falsche Anreize: Frauen bleiben zu Hause, Männer verdienen das Geld. Die nächste Regierung muss endlich das Ehegattensplitting abschaffen. VON Marcel Fratzscher
Gesellschaft
Der Kampf um die besten Plätze
Sexismus
 
Der Kampf um die besten Plätze
Die #MeToo-Debatte hat den Bundestag erreicht: Viele Abgeordnete haben erlebt, wie ihr Geschlecht den Zugang zu politischen Ämtern erschwert.
Video des Artikels starten
Schwieriger Kampf gegen HIV und Aids
Russland
 
Schwieriger Kampf gegen HIV und Aids
Die Zahl der HIV-Infektionen ist weltweit gesehen rückläufig, doch in Russland sterben immer mehr Menschen an den Folgen einer Infektion. Aktivisten beklagen Mängel im Gesundheitssystem und fehlende Beratungen.
Schule digital – der Länderindikator 2017
ZEIT KONFERENZ Schule & Bildung
 
Schule digital – der Länderindikator 2017
Ramona Lorenz stellt die Ergebnisse des Länderindikators 2017 vor. Mit ihm ist erstmals ein Vergleich für schulische Medienbildung möglich.
"Heute heißt die Gegenwart Gottes auch Rohingya"
Papst Franziskus
 
"Heute heißt die Gegenwart Gottes auch Rohingya"
Der Papst hat die verfolgte Minderheit erstmals beim Namen genannt. Kritiker hatten von ihm gefordert, den Konflikt bei seinem Besuch in Bangladesch offen anzusprechen.
Die Mädchen mit den Schraubenziehern
Wohnungseinbruch
 
Die Mädchen mit den Schraubenziehern
Internationale Banden schicken junge Frauen auf Diebestour, weil niemand sie als Einbrecherinnen erkennt. Nun werden erstmals fünf mutmaßliche Organisatoren angeklagt. VON Astrid Geisler
Digitale Schule weiterdenken
Berlin
 
Digitale Schule weiterdenken
Robert Campe, Friederike Nitsch und Karl-Heinz Imhäuser diskutieren bei der ZEIT KONFERENZ Schule & Bildung über die Zukunft und Chancen des digitalen Unterrichts.
Mount Agung brodelt weiter
Bali
 
Mount Agung brodelt weiter
Experten und Behörden gehen von einem großen Vulkanausbruch aus. Trotzdem wollen Zehntausende Bewohner die Umgebung des Vulkans nicht verlassen.
Kleinbauer aus Peru darf gegen RWE klagen
Klimawandel
 
Kleinbauer aus Peru darf gegen RWE klagen
Im bundesweit ersten Zivilprozess um die Folgen des Klimawandels hat ein Kleinbauer aus Peru einen Etappensieg gegen den Energiekonzern RWE erzielt. Das Oberlandesgericht Hamm ordnete am Donnerstag die Beweisaufnahme in dem Verfahren an.
  ANZEIGE
Thema in der ZEIT: Der letzte Tanz
Thema in der ZEIT: Der letzte Tanz
Wieder eine große Koalition? Angela Merkel kämpft um einen selbstbestimmten Abgang. Und die SPD darum, Volkspartei zu bleiben. Wehe, das geht schief. Hier digital lesen >>
Kultur
Wider den bigotten Zirkus
Durs Grünbein
 
Wider den bigotten Zirkus
Durs Grünbeins neuer Band "Zündkerzen" zeigt, dass Lyrik gegenwärtig, provozierend und politisch engagiert sein kann. Diese Gedichte sollte man mehr als zweimal lesen. VON Insa Wilke
Zeit Magazin
Die Dramaqueen am Fenster
Orchideen
 
Die Dramaqueen am Fenster
Das Ende der Hipsterpflanze: Die brave Monstera bekommt Konkurrenz. Mit der Renaissance von Samt und Seide in der Mode erlebt auch die glamouröse Orchidee ihr Comeback. VON Nikolas Feireiss
Growing Up in the Shadow of Deportation
Asylum Stories
 
Growing Up in the Shadow of Deportation
Born in Germany, raised in an asylum center, with a childhood punctuated by monthly visits to the immigration authorities. VON Vanessa Vu
Campus
Sag ich's ihr?
HIV
 
Sag ich's ihr?
Er ist HIV-positiv. Er ist auch: 35 Jahre alt, Single und unsicher, was er tun soll, wenn er vor einer schönen Frau steht, mit der er gern nach Hause gehen würde. VON Luisa Jacobs
Wissen
Nichts als die Unwahrheit
Lügen
 
Nichts als die Unwahrheit
Politische Lügen sind so alt wie die Politik. Doch im Internet-Zeitalter kann jeder Falschmeldungen verbreiten, die Wahrheit ist umkämpfter denn je. Auf Dauer beschädigt das die Demokratie. VON Barbara Zehnpfennig
Gerda Hasselfeldt zur DRK-Vorsitzenden gewählt
Deutsches Rotes Kreuz
 
Gerda Hasselfeldt zur DRK-Vorsitzenden gewählt
"Es ist mir eine Herzensangelegenheit, Menschen in Not zu helfen", sagt Gerda Hasselfeldt. Die frühere CSU-Landesgruppenchefin wird die erste Frau an der DRK-Spitze.
Warum Kondome, wenn's Schutzpillen gibt?
Welt-Aids-Tag
 
Warum Kondome, wenn's Schutzpillen gibt?
Mancher Arzt ist euphorisch: Mittel zur HIV-Vorbeugung könnten die Neuansteckungen unter Homo- und Bisexuellen endlich senken. Nur schafft die Pille davor neue Probleme. VON Sebastian Danz
Digital
Regierung dementiert umfassende Spionagepläne
Wohnraumüberwachung
 
Regierung dementiert umfassende Spionagepläne
Laut einem Bericht will das Bundesinnenministerium Ermittlern erleichtern, Abhörwanzen in Autos oder Wohnungen zu platzieren. Weitergehende Pläne gibt es offenbar nicht. VON Friedhelm Greis
Entdecken
Marine beendet Suche nach Überlebenden
Argentinien
 
Marine beendet Suche nach Überlebenden
Rund zwei Wochen nach dem Verschwinden eines U-Boots hat Argentiniens Marine die 44 Besatzungsmitglieder für tot erklärt. Die Suche nach der »ARA San Juan« gehe weiter.
Mobilität
GM will ab 2019 Roboter-Taxis betreiben
Autonomes Fahren
 
GM will ab 2019 Roboter-Taxis betreiben
Autonomes Fahren könnte früher zur Normalität werden als gedacht. In zwei Jahren will GM die ersten selbstfahrenden Taxis einsetzen – und rechnet mit großem Profit.
SUV boomen? Hier nicht
Los Angeles Auto Show
 
SUV boomen? Hier nicht
SUV boomen? Die heute startende Los Angeles Auto Show zeigt: Kalifornien widersetzt sich dem globalen Trend zum Geländewagen – auch gegen den Willen von Präsident Trump. VON Peter Weißenberg AUS Los Angeles, Holger Holzer AUS Los Angeles
Sport
Bei der WM dürfen die Russen zu zwölft spielen
Bundesliga-Vorschau
 
Bei der WM dürfen die Russen zu zwölft spielen
Russland dopt, ohne bestraft zu werden. Was also ist noch alles möglich? Und endlich macht der BVB etwas besser als die Bayern. Alles Wichtige zum 14. Spieltag VON Oliver Fritsch, Fabian Scheler
Hamburg
Welt-Aids-Tag: "Die Unwissenheit ist fatal"
Welt-Aids-Tag
 
Welt-Aids-Tag: "Die Unwissenheit ist fatal"
Welt-Aids-Tag: Aufklärungsarbeit notwendig. Zudem in der "Elbvertiefung": S-Bahn zum Flughafen, Kolonialismus: Hamburgs Vergangenheit, Behinderte Menschen oft arbeitslos. VON Annika Lasarzik
Video
Schwieriger Kampf gegen HIV und Aids
Russland
 
Schwieriger Kampf gegen HIV und Aids
Die Zahl der HIV-Infektionen ist weltweit gesehen rückläufig, doch in Russland sterben immer mehr Menschen an den Folgen einer Infektion. Aktivisten beklagen Mängel im Gesundheitssystem und fehlende Beratungen. Video starten
Mount Agung brodelt weiter
Bali
 
Mount Agung brodelt weiter
Experten und Behörden gehen von einem großen Vulkanausbruch aus. Trotzdem wollen Zehntausende Bewohner die Umgebung des Vulkans nicht verlassen. Video starten
Bereitschaft zu Verhandlungen über große Koalition
CDU
 
Bereitschaft zu Verhandlungen über große Koalition
Die CDU bekräftigt ihre Bereitschaft zu Gesprächen mit der SPD. Doch zunächst gelte es abzuwarten, wie sich die SPD positioniert, sagte Bundesgeschäftsführer Klaus Schüler. Video starten
Noch keine Verhandlungen um große Koalition
SPD
 
Noch keine Verhandlungen um große Koalition
SPD-Chef Martin Schulz dementiert Meldungen, die von »grünem Licht für Groko« berichten. Es gebe viele Optionen für eine Regierungsbildung und er wolle über jede einzelne davon reden. Video starten
Papst feiert große Messe in Dhaka
Bangladesch
 
Papst feiert große Messe in Dhaka
IIm Rahmen seiner Reise nach Myanmar und Bangladesch hat Papst Franziskus vor rund 100.000 Personen eine Messe gehalten. Christen sind in dem muslimisch geprägten Land in der Minderheit. Video starten
Ausschreitungen nach Präsidentenwahl
Honduras
 
Ausschreitungen nach Präsidentenwahl
Auch vier Tage nach der Präsidentenwahl in dem mittelamerikanischen Land steht noch kein Sieger fest. Das Ergebnis dürfte knapp ausfallen – viele Bürger demonstrieren. Video starten
Kleinbauer aus Peru darf gegen RWE klagen
Klimawandel
 
Kleinbauer aus Peru darf gegen RWE klagen
Im bundesweit ersten Zivilprozess um die Folgen des Klimawandels hat ein Kleinbauer aus Peru einen Etappensieg gegen den Energiekonzern RWE erzielt. Das Oberlandesgericht Hamm ordnete am Donnerstag die Beweisaufnahme in dem Verfahren an. Video starten
Marine beendet Suche nach Überlebenden
Argentinien
 
Marine beendet Suche nach Überlebenden
Rund zwei Wochen nach dem Verschwinden eines U-Boots hat Argentiniens Marine die 44 Besatzungsmitglieder für tot erklärt. Die Suche nach der »ARA San Juan« gehe weiter. Video starten
Parteivorsitzende bei Steinmeier
Regierungsbildung
 
Parteivorsitzende bei Steinmeier
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat mehr als zwei Stunden lang mit Angela Merkel, Martin Schulz und Horst Seehofer gesprochen. Nach dem Scheitern der Jamaika-Sondierungen beraten die Parteispitzen über eine Alternative zur Regierungsbildung. Video starten
  ANZEIGE
»Jazz von A-Z. Michael Naura Jazzanthologie«
»Jazz von A-Z. Michael Naura Jazzanthologie«
Mit der neuen ZEIT-Edition gehen Sie auf eine musikalische Reise mit einem der größten, deutschen Kenner als Reiseführer, dem Jazz-Papst Michael Naura. Genießen Sie auf 30 CD's eine einzigartige Kombination aus Nauras berühmter Jazzanthologie mit den Originalalben der porträtierten Künstler. Jetzt entdecken
ENTDECKEN SIE UNSERE APPS
VERWALTUNG
Sie sind für den Täglichen Newsletter als sjcorpchen.mail003@blogger.com angemeldet. Um sich abzumelden, klicken Sie bitte hier.

Weitere kostenlose Newsletter von ZEIT ONLINE finden Sie hier:
http://www.zeit.de/newsletter

WERBEKUNDEN
Wenn Sie in unseren Newslettern werben möchten, nehmen Sie einfach Kontakt mit dem Sales Team von iq digital media marketing GmbH auf.
Telefon: 0211-887 2626
E-mail: iqdigital@iqm.de
www.iqdigital.de/zeitonline

IMPRESSUM
ZEIT ONLINE ist verantwortlich für den Inhalt dieses Newsletters:
http://www.zeit.de/impressum/

Probleme? Kritik? Lob? Wenden Sie sich bitte an:
kontakt@zeit.de

ANSCHRIFT
ZEIT ONLINE GmbH
Pressehaus
Buceriusstraße, Eingang Speersort 1
20095 Hamburg

© 2014 ZEIT ONLINE GmbH

Fünf vor 8:00: Die Geschichte als Baumarkt - Die Morgenkolumne heute von Michael Thumann

 
Wenn dieser Newsletter nicht richtig angezeigt wird, klicken Sie bitte hier.
 
 
 
   
 
 
 
FÜNF VOR 8:00
01.12.2017
 
 
 
   
 
Die Geschichte als Baumarkt
 
Unter Putin wird die russische Geschichte umgeschrieben und umgedreht, wie es passt. Was daraus folgt, durchlebt gerade die Krim – und ein Schüler, der ein Referat hielt.
VON MICHAEL THUMANN
 
   
 
 
   
 
   
Russland ist ein Land mit einer unvorhersagbaren Vergangenheit, lautet ein vielzitiertes Bonmot. Manchmal werden Fakten neu erfunden, meistens wird die Interpretation des Geschehenen ständiger Revision unterzogen. Dabei gilt: Wer regiert, der revidiert.
 
Diese Unvorhersagbarkeit durfte kürzlich der Schüler Nikolaj Desdiejatnitschenko aus dem westsibirischen Nowo Urengoj erleben. Er nahm an einem Städtepartnerschaftsprojekt mit Kassel teil, was ihn sogar kurz an das Rednerpult im Bundestag führte. Er hatte sich mit den Leiden der Soldaten im Zweiten Weltkrieg beschäftigt, seine deutsche Partnerin sprach über die russischen Soldaten, er über die deutschen. In der russischen Erde lägen "schuldlos zu Tode gekommene Menschen", sagte Desjatnitschenko, "von denen viele friedlich leben und nicht kämpfen wollten." Nun liegen da auch sehr viel Wehrmachtssoldaten, die nicht so friedlich waren und furchtbare Verbrechen begingen, aber Desjatnitschenko ging es offenbar vor allem darum, das Leiden der anderen zu zeigen.
 
Russische Medien verherrlichen den Zweiten Weltkrieg
 
Dafür wurde er in den russischen sozialen Medien regelrecht hingerichtet. "Verräter" war noch eine harmlose Beschimpfung, "Nazi" und "Stiefellecker der Faschisten" schallte es im Netz und in den Medien. So schlimm, dass sich sogar der Präsidentensprecher bemüßigt fühlte, von einer "überspannten Hetzjagd" zu sprechen.
 
Diese Kampagne zeigt, wohin falscher Gebrauch der Geschichte oder gar eine Überdosis derselben führt. Die Konferenz "Russland in Europa" der Körber-Stiftung in Hamburg hat das Problem im November noch einmal beleuchtet. Russische Medien und staatliche Agenturen in Russland verherrlichen den Zweiten Weltkrieg. Filme glorifizieren erfundene Brigaden, die nie gekämpft haben. Diese Geschichtsklitterung ist ein sowjetisches Erbe. Die Gegenwart wird durch die Geschichte definiert: "Wir sind, was wir waren." Deshalb aber kann Geschichte, wie einst Nikita Chruschtschow maliziös bemerkte, nicht einfach der freien Diskussion von Historikern überlassen werden – oder womöglich von Schülern. "Historiker sind gefährliche Leute", befand der Erste Sekretär der Kommunistischen Partei Ende der 1950er Jahre. "Sie müssen unter Aufsicht stehen."
 
Heute sorgt der russische Kulturminister Wladimir Medinskij, dessen Dissertation gerade wegen Unregelmäßigkeiten überprüft wird, für die Kontrolle der Historiker. Eines seiner Bücher will Mythen der russischen Geschichte aufklären, schafft aber fleißig neue. Medinskij machte sich einen Ruf als Mitglied der berüchtigten Kommission "zur Verhinderung der Fälschung der Geschichte zum Schaden der Interessen Russlands". Mit dem Namen ist eigentlich schon alles gesagt.
 
Aus 170 Jahren russischer Krim wird eine Ewigkeit
 
Universitäten stehen unter Druck, in St. Petersburg verliert die angesehene Europäische Universität mit einer hervorragenden Geschichtsfakultät Lizenz und Räumlichkeiten. In Moskau wird der angesehene Historiker und Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften, Jurij Piwowarow, von den Ermittlungsbehörden verfolgt. Angeblich, weil er für einen Brand in seinem Institut verantwortlich sei, tatsächlich, weil er sich kritisch über die Geschichtspolitik der Regierung äußerte.
 
Gerade an der Krim lässt sich zeigen, wie Geschichte herbeigebogen wird. Ein Freilichtmuseum in der Stadt Chersones auf der Krim zeichnet gerade nach, wie ausgerechnet auf der erst Ende des 18. Jahrhunderts dem Romanow-Reich angeschlossenen Krim "Russland seinen Ursprung" gehabt haben soll. So werden aus 170 Jahren russischer Krim eine Ewigkeit.
 
Für russische Geschichtsklitterer ist die Vergangenheit wie ein Baumarkt. Man geht rein, holt sich, was man gerade braucht und lässt das Unbrauchbare liegen, zimmert sich daraus seine Hütte. Die kann man aber auch stets umbauen.
 
Nun steht Russland damit nicht allein. In mehreren Staaten Europas wird die Geschichte verschönert. Siehe Polen, siehe auch die Ukraine, die in einem bissigen Geschichtsstreit verfangen sind. Da werden gern nur die heroischen Seiten gezeigt, das eigene Leiden, weniger das der anderen. Zur schwierigen polnisch-ukrainischen Geschichte lohnt sich das neue Buch von Lutz Kleveman über Lemberg, die vergessene Mitte Europas (Berlin 2017). Er kratzt an der wunderschönen Oberfläche Lembergs, führt uns in die widersprüchliche, blutige Vergangenheit dieser polnisch-ukrainisch-jüdisch-habsburgischen Stadt.
 
Putin ist ein Meister der Ambivalenz
 
Doch für derlei nachdenkliche Betrachtungen ist in Osteuropa, vor allem in Russland, immer weniger Platz. Geschichte dient immer weniger der Aufklärung und Warnung, sondern wird als Waffe benutzt. Das zeigen die Angriffe gegen den Film Matilda über den letzten Zaren und seine Geliebte und die Attacken gegen den Schüler Desjatnitschenko. Der Staat fördert das, indem er Geschichte ausschlachtet und den Radikalen Raum lässt für nationalistische Deutung.
 
Wladimir Putin ist ein Meister ambivalenter Geschichtsdeutung. Putin macht gern beides, er weiht ein Denkmal für Opfer des Stalinismus ein, sagt aber, dass Stalin Russland industrialisiert und gerettet habe. Er lobt den Molotow-Ribbentrop-Pakt, doch ist gegen Stalins Gulag. Er ist für die Sowjetunion als großes Reich, aber gegen Lenins Sozialismus. Mit dieser Ambivalenz hält er sich jede künftige Geschichtsrevision offen und zeigt zugleich, dass er keine Interpretation ausschließt – ohne selbst Fingerabdrücke zu hinterlassen. Das nutzen Nationalisten aus für ihren Russland- und Stalin-Kult im ganzen Land. Dieser Verherrlichung ist nun der Schüler Desjatnitschenko zum Opfer gefallen. 
   
 
 
   
   
 
 
   
ANZEIGE
 
 
 
 
Nur für Newsletter-Abonnenten
 
   
 
   
SERIE
 
 
 
 
FÜNF VOR 8:00
Die Morgenkolumne auf ZEIT ONLINE
 
 
Fünf vor 8:00 ist die Morgenkolumne von ZEIT ONLINE. An jedem Werktag kommentieren abwechselnd unter anderem Michael Thumann, Theo Sommer, Alice Bota, Matthias Naß, Martin Klingst und Jochen Bittner.